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Studium > Studium - was ist zu beachten?
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Studium - was ist zu beachten?

Wer sich heute für ein Studium entscheidet, trifft auf eine vielfältige Hochschullandschaft mit einem breiten Fächerangebot. Der wirtschaftliche und kulturelle Wandel, vor allem aber der technologische Fortschritt fordert von den Hochschulen eine ständige Anpassung an neue Entwicklungen.

In der Folge werden regelmäßig neue Studiengänge eingerichtet. In den vergangenen Jahrzehnten haben vor allem die Fachhochschulen an Beliebtheit hinzu gewonnen. Im folgenden soll auf diese Fragen eingegangen werden:

  • Was unterscheidet sie von den Universitäten?
  • Welche Hochschulen gibt es sonst noch?
  • Welche verschiedenen Abschlüsse gibt es?

Universitäten Universitäten sind die klassischen Institutionen für Forschung und Lehre. Sie bieten den Studieninteressierten ein in der Regel sehr breites Fächerangebot. Das der Frankfurter Universität reicht beispielsweise von A wie Afrikanistik bis Z wie Zahnmedizin.

Großzügige Studienordnungen lassen es zu, unterschiedliche Fächer zu kombinieren – ganz nach individuellen Plänen. Universitäten bilden vor allem in den geisteswissenschaftlichen Fächern aus, in der Medizin, den Rechts -, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, aber auch in den Natur- und Ingenieurwissenschaften.

Daneben gibt es Technische Universitäten (wie in Darmstadt), die den Schwerpunkt in dem technisch-naturwissenschaftlichen Bereichen haben, und andere universitäre Studienmöglichkeiten für < b>: Musik- und Kunsthochschulen sowie Theologische Hochschulen.

Wichtig zu wissen ist, dass der direkte Einstieg von der Schule ins Studium an Universitäten nur mit der allgemeinen Hochschulreife (Abitur) möglich ist.

TIPP Bei der Entscheidung für ein Universitätsstudium solltest du folgende Aspekte beachten:

  • Du erhältst eine breite theoretische Grundlage in deinem Studienfach.
  • Als Absolvent giltst du eher als Analytiker und Generalist.
  • Du besitzt die Möglichkeit zur wissenschaftlichen Weiterbildung (Promotion, Habilitation, d.h. du kannst einen Doktor- oder Professorentitel erwerben.
  • Universitäten betreiben Grundlagenforschung. Dein Studium orientiert sich an diesen Erkenntnissen.
  • Das Studium erfordert ein hohes Maß an Selbstverantwortung für deinen Arbeitsfortschritt. Erfolgskontrollen (z.B. Klausuren) sind in manchen Fächern selten.
  • Die Studiendauer liegt in vielen Studienfächern deutlich über der vorgeschriebenen Mindeststudienzeit. Realistisch solltest du mit fünf bis sieben Jahren rechnen.

Fachhochschulen Die Fachhochschulen erfreuen sich inzwischen großer Beliebtheit. Anfangs gedacht als Studieneinrichtung für junge Leute aus der Praxis, stehen sie längst auch bei Abiturienten hoch im Kurs.

Die Fachhochschulen zeigen sich besonders aktiv bei der Erweiterung ihres Spektrums: außer dem Ingenieurwesen bieten sie heute auch Fächer aus den Bereichen Wirtschaft, Gestaltung und Sozialwesen an. Sie betonen vor allem den Praxisbezug.

Das wird einerseits deutlich in den geforderten betrieblichen Praktika (in der Regel ein oder zwei Semester, häufig auch ein sogenanntes Vorpraktikum als Zulassungsvoraussetzung!). Andererseits orientieren sich die Lehrveranstaltungen an praktischen Aufgabenstellungen; wissenschaftliche Erkenntnisse dienen eher dem konkreten Anwendungsbezug.

Das Studium ist weitgehend durchorganisiert, die Lehrveranstaltungen sind für die einzelnen Semester oft vorgegeben. Individuelle Studienplanungen sind weniger möglich, wenngleich die Wahl von Studienschwerpunkten im Hauptstudium vorgesehen ist.

Zulassungsvoraussetzung ist die Fachhochschulreife. In Hessen wie auch in einigen anderen Bundesländern ist ein Wechsel in bestimmte Universitätsstudiengänge möglich. Voraussetzung ist ein abgeschlossenes Grundstudium mit guten Leistungen ("fachgebundene Hochschulreife").

TIPP Bei der Entscheidung für ein Fachhochschulstudium solltest du beachten:

  • Das Studium betont die praktische Umsetzung des erworbenen Wissens.
  • Viel Struktur durch Vorgaben, wenig Wahlfreiheit
  • Fachhochschulen sind meist überschaubar; du arbeitest in kleineren Lerngruppen.
  • Die Regelstudienzeit von (meist acht Semestern) ist zu schaffen.

Studienabschlüsse Das Diplom wird in der Regel mit dem Studienabschluss in ingenieur-, natur-, sozial- und wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen verliehen. Diplom-Studienordnungen eröffnen nur wenige Spielräume bei der Wahl von Nebenfächern; häufig sind die Studieninhalte konkret berufsbezogen.

Der Magister Artium (auch kurz M.A. oder Magister) wird nur von Universitäten und dort vor allem in den sprach- und kulturwissenschaftlichen Studiengängen vergeben.

Diese Studiengänge verlangen die Kombination von zwei oder drei eigenständigen Fächern, die auch aus sehr unterschiedlichen Bereichen gewählt werden können. Das bietet zwar einerseits individuelle Gestaltungsspielräume, verlangt aber noch größere Eigenverantwortung und Zielstrebigkeit bei einer konkreten Berufsplanung.

Für einige Studiengänge ist zum Abschluss die Prüfung vor einer staatlichen Prüfungskommission vorgesehen – das Staatsexamen. Das gilt für Ärzte, Juristen, Lehrer, Apotheker, Lebensmittelchemiker.

Ähnliches gilt auch bei der Kirchlichen Prüfung für Theologen. In einigen Staatsexamens-Studiengängen (z.B. Lehramt) schließt sich an das erste Staatsexamen eine praktische Ausbildungsphase, das sog. Referendariat an, welches mit einem zweiten Staatsexamen abgeschlossen wird.

An Fachhochschulen gab es bislang ausschließlich den Diplom-Abschluss; dies beginnt sich mit der Einführung von Bachelor- und Masterabschlüssen zu ändern (siehe unten).

In Anlehnung an das angelsächsische Studienmodell werden nun auch in Deutschland Studiengänge nach einem Modulsystem angeboten. Sie führen zunächst innerhalb von sieben bis acht Semestern zum Bachelor-Abschluss (Bachelor of Arts, Bachelor of Science usw.).

Mit guten Studienleistungen kann anschließend ein zwei- bis dreisemestriges Master-Studium aufgenommen werden, das der wissenschaftlichen Vertiefung dient und auch zur Promotion (Doktor) berechtigt. Derzeit existieren sie in der Regel noch neben den herkömmlichen Diplom-Studiengängen.

Wenn du noch Fragen hast, beantworte ich die gerne!

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Erstelldatum des Artikels: 03.04.2003, letzte Aktualisierung am: 20.04.2010

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