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Arne

Ausbildung: Abitur Tätigkeit: Studium der Informatik, TU Darmstadt

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Studium > Auslandssemester in Indonesien - dem Land der 2 Jahreszeiten - Regen und kein Regen
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Auslandssemester in Indonesien - dem Land der 2 Jahreszeiten - Regen und kein Regen
Auslandssemester: how to do?

Indonesien - der größte Inselstaat der Welt. Dieser Staat lebt nicht nur von vielen Inseln, sondern auch von seiner Vielfalt an Leuten, Lebensarten, Religionen und Regionalsprachen. Somit ist es auf jeden Fall eine Reise wert. Ich gehöre zu denjenigen, die sich getraut haben, ein halbes Jahr im Ausland zu verbringen. Ich habe in dieser Zeit sehr viele Erfahrungen gesammelt, die ich mit euch gerne teilen möchte: vom 1.Oktober 2008 bis zum 31. März 2009 war ich in Indonesien.


Vorbereitungen


Bevor meine große und aufregende Reise nach Indonesien losgehen konnte, war noch sehr viel Organisatorisches angesagt. Denn so einfach ist es nicht. Es musste vieles im Vorfeld geklärt werden.

Zuerst einmal musste ich meinen neuen Reisepass (mit RFID-Chip und Fingerabdruck!), ein Visum und einen internationalen Studentenausweis beantragen. Außerdem brauchte ich viele Impfungen für alle möglichen Krankheiten. Nebenbei musste ich mich auch noch um meine Auslandskrankenversicherung kümmern und mein Konto so umstellen lassen, dass ich eine Kreditkarte erhielt (Kreditkarten sind im Ausland meist besser, da man nicht überall mit der EC-Karte bezahlen kann).

Während ich mir also alle nötigen Impfungen sowie Arzt-Empfehlungen von meinem Arzt einholte, liefen meine Anträge für die ganzen wichtigen Dokumente. Doch leider ging dies nicht Schlag auf Schlag. Man muss schon eine Woche warten, bis zum Beispiel das Visum ins Haus geflattert kommt. Doch auch die ganzen Unterlagen, die ich für meinen großen Trip brauchte, kamen so langsam aber sich bei mir an.

Da ich ein Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) beantragen wollte, musste ich auch einen Sprachtest machen. Bei diesem schnitt ich eigentlich ziemlich gut ab, so dass ich mich schon mal beruhigt zurücklehnen kann.

Nachdem ich meinen internationalen Studentenausweis bekommen hatte, konnte ich mir nun endlich mein Flugticket besorgen, das gibt es damit nämlich preiswerter. Somit wurde plötzlich alles um einiges realer. Denn ich dachte mir: "Nun habe ich mein Ticket nach Indonesien, da gibt es jetzt kein Zurück mehr!"

Doch noch eine weitere Sache musste getan werden: einen Nachmieter für mein Zimmer in meiner WG finden. Leichter gesagt als getan! Doch auch das war nach einer langen Woche mit zahlreichen Bewerbern auch vom Tisch.


Der Abschied


Zum Abschied bekam ich dann auch noch von meinen Freunden eine schöne Abschiedsbox, in der zahlreiche "überlebenswichtige" Gegenstände, wie eine Schutzbrille gegen Smog oder Pflaster gegen Herzschmerz, enthalten waren. Somit war der Abschied sehr schön, aber auch traurig.

Aber jetzt hieß es endlich: "Auf in die weite Welt! Die Reise kann beginnen."


Universität und Praktikum


Seit dem 1. Oktober 2008 war ich nun an der Universitas Gunadarma. "Das kann eigentlich nur spannend werden", dachte ich mir.

Am 2.Oktober wurde ich dann in der Universität begrüßt. Ich bekam Themen für meine Vorlesungen, die ich vor den Studenten im Laufe des halben Jahres halten sollte. Also musste ich mich nun gründlich dafür vorbereiten, aber das verlief sehr gut. Im Laufe der Vorlesungen machte ich viele Erfahrungen. So merkte ich unter anderem, dass man sich irgendwann daran gewöhnt, solche Vorträge auf Englisch zu halten.

In diesem halben Jahr gab es viele Feiern. So sah ich eine Absolventenfeier der Abschlussjahrgänge mit Urkundenübergabe und mehrer Professorenernennungsfeiern. Es war immer wieder ein Spektakel.

Am 28.März 2009 hieß es dann "Abschied nehmen". Erst zu dieser Zeit hatte ich realisiert, wie viele Leute ich kennen und schätzen gelernt habe.

Doch auch neben den Vorlesungen an dieser Uni machte ich ein Praktikum bei der Firma "Air Putih Foundation", einer Softwarefirma. Dort bekam ich ein eigenes kleines Projekt zum Programmieren. Nachdem mir sämtliche Unterlagen zugeschickt wurden, konnte es losgehen.


Land und Leute


Nun zu den Leuten. Ich könnte so viel über sie berichten. All das würde allerdings den Rahmen sprengen. Also werde ich die wichtigsten Dinge einmal nennen:

Zuerst einmal ist festzuhalten, dass diese Leute äußerst telefonverrückt sind. Fast jeder hat mindestens zwei Handys und ist ständig am Telefonieren. Trotzdem fällt das gar nicht so sehr auf wie hier, niemand lässt sein Telefon laut klingeln und keiner schreit so laut als würde er sich direkt ohne Handy unterhalten, sehr angenehm. .

Weiterhin fand ich die Namensgebung in traditionellen Familien auf Bali sehr interessant. Es gibt nämlich nur vier Vornamen für die Leute, die nach einem bestimmten Schema vergeben werden. So gibt es dort sehr viele "Wayan", "Made", "Nyoman" und "Ketut", danach fängt es wieder von vorne an.

Zum Verkehr kann man nur eines sagen: CHAOS! Es gibt Linksverkehr, das ist am Anfang ungewohnt, aber man gewöhnt sich daran. An was man sich schwerer gewöhnt sind die vielen Motorroller die einen laufend links und rechts zu Dutzenden überholen. Ich hatte aber immer einen Fahrer oder bin mit öffentlichen Verkehrsmitteln gefahren. Sehr häufig sind Motorradtaxen (Ojek) und Kleinbusse (Angkot). Mit diesen kam man immer gut durch die Stadt und musste sich nicht selbst um den Verkehr und den Stau kümmern.

Schlussendlich kann ich nur sagen, dass die Indonesier sehr freundlich sind. Sie begegnen  immer mit ein Lächeln und sind auch sonst sehr offen und neugierig.


Zusammenfassend kann ich sagen, dass es sich sehr gelohnt hat, für ein halbes Jahr eine komplett fremde Kultur kennenzulernen und tief in das Leben der Indonesier einzutauchen.

Falls ihr weitere spannende und lustige Berichte lesen wollt, so könnt ihr das in meinem Internet-Tagebuch tun, das ich jeden Tag während meines Aufenthaltes verfasst habe:

http://indonesia.arnep.de

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Erstelldatum des Artikels: 09.07.2009, letzte Aktualisierung am: 20.04.2010

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nicht lesenswertgeht grade somittelmäßigguter Artikelsehr guter und informativer Artikel

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