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Städte/Regionen > Standortinformationen Darmstadt III: Die attraktive Stadt im Grünen - hoher Lebensstandard, hohe Mieten!?
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Standortinformationen Darmstadt III: Die attraktive Stadt im Grünen - hoher Lebensstandard, hohe Mieten!?
Teil III: Lebensstandard, Bevölkerungsstruktur, Familie, aktive Bürgerbeteiligung

Die Lebenshaltungskosten für ein Studium schwanken i.d.R. zwischen 450,- und 600,- € . Nach einer Untersuchung von http://www.unicum.de/geld/lebenshaltungskosten/toplist.php gehört die attraktive Stadt im Grünen Darmstadt mit ca. 850,- € zu den 10 teuersten Städten in Deutschland (das Ranking berechnet sich aus den Gesamtkosten, total). Ist der Lebensstandard durchschnittlich gesehen in Darmstadt höher? Deshalb höhere Mieten? Der Höherverdienende ist in Darmstadt gut aufgehoben; der Mittel- und Niedrigverdiener kann allmählich die Mieten / Lebenshaltungskosten in Darmstadt nicht mehr zahlen?

Darmstadt ist Standort vieler hochinnovativer Unternehmen, die mit den Hochschulen der Stadt eng zusammenarbeiten und viele ihrer bestens qualifizierten und damit gut bezahlten Mitarbeiter dort requirieren. Das erklärt das hohe Durchschnittseinkommen in Darmstadt.


Bevölkerungsstruktur und Integration


Die Zahl der Einwohner Darmstadts wächst seit vielen Jahren kontinuierlich. Allerdings beruht dieses Wachstum ausschließlich auf der großen Zahl von Zuwanderern, vor allen Dingen Menschen mit Migrationshintergrund (laut Statistik und Stadtforschung Wissenschaftsstadt Darmstadt). Der Anteil der Migranten beträgt 16,4% / Stand 31.12.07 www.darmstadt.de . Welche Initiativen sollen für ein Gelingen des kulturellen Miteinanders und Austausches sorgen?

Wir haben als Stadt schon vor Jahren Aktivitäten gestartet, diesen Bereich zu stärken. Schon seit 1998 gibt es das städtische Interkulturelle Büro, und das Thema selbst wird von einem Mitglied der Stadtregierung offensiv vertre-ten. Daneben gibt in Darmstadt ein breites Engagement aus der Bürgerschaft selbst. Der Ausländerbeirat der Stadt und die zahlreichen Migrantenvereine leisten mit ihren Informationen und Veranstaltungen hervorragende Arbeit.

Ein schönes Beispiel dafür ist das Weiterbildungsprojekt "Integration braucht Partnerschaft", in dem die Stadt Darmstadt und der Landkreis Darmstadt Dieburg gemeinsam ein Netzwerk von einheimischen ehrenamtlichen Begleiterinnen und -begleitern für die Unterstützung der Integration von neu zugewanderten und bereits hier ansässigen Migrantinnen und Migranten aufbauen.


Welche Anreize planen Sie, die Geburtenrate langfristig zu erhöhen oder zumindest zu sichern? (z.B. Anreize/ städtische Auszeichnungen für Unternehmen für Kinderbetreuungsangebote/ Förderung Teilzeitstellenangebote? Etc.)


In Darmstadt steigt die Geburtenrate zurzeit an. Darmstadt ist eine Hochschulstadt mit rund 30.000 eingeschriebenen Studierenden, folgerichtig ist der Anteil junger Familien an der Darmstädter Bevölkerung recht hoch. Wir versuchen als Stadt, durch unsere guten Betreuungsmöglichkeiten und die Schaffung von Wohnraumangeboten diesen Trend zu unterstützen.

Daneben sind wir sehr aktiv im Bereich Beratung und Netzwerkbildung, etwa durch die Angebote des Frauenbüros der Stadt und die Arbeit im Bündnis für Familie. Im gemeinsamen Projekt mit "Familie willkommen" unterstützt etwa die Servicestelle des Frauenbüros der Wissenschaftsstadt Darmstadt Unternehmen bei der Organisation familienfreundlicher Maßnahmen, beispielsweise Angebote zu betriebsnaher Kinderbetreuung, flexiblen Arbeitszeitmodellen, beruflichem Wiedereinstieg, pflegenden Angehörigen, Sozialkompetenz durch Familienarbeit und mehr.


Familienfreundlichkeit


Welche Perspektive hat Darmstadt jungen Menschen heute und in den nächsten Jahren zu bieten? Konkret: Ein junger Mensch, der die Ausbildung bzw. das Studium gerade abgeschlossen hat, möchte sich niederlassen und steht vor einigen wichtigen Fragen: Wie können Berufstätigkeit und Familienplanung miteinander vereinbart werden? gibt es genügend Möglichkeiten der (städtischen) Kinderbetreuung, herrscht ein familienfreundliches Umfeld?

In Darmstadt gibt es im Vergleich mit anderen Großstädten eine hohe Anzahl junger Familien. Viele junge Leute studieren an den drei Hochschulen der Stadt – es gibt es in Darmstadt über 30.000 Studentinnen und Studenten – und machen damit die Stadt auf Zeit oder auf Dauer zum Lebensmittelpunkt, gründen auch Familien. Auf diese besondere Situation reagieren wir natürlich.

Darmstadt gehört gerade bei der Kinderbetreuung zu den fortschrittlichsten Städten im Bundesgebiet. Wir bieten den Kindern und ihren Eltern in unserer Stadt flexible Betreuungszeiten bis in den Nachmittag hinein an und haben die Kindergartenplatzgarantie eingelöst.

Das Klima in der Stadt ist kinder- und familienfreundlich, auch weil wir ein umfangreiches Programm in der Betreuung und Beratung anbie-ten. Die Kinderbetreuung werden wir in den nächsten Jahren gezielt ausbauen: Jedes Jahr werden in Darmstadt 100 neue Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren entstehen.


Was wird von Ihrer Seite unternommen, um Darmstadt als Wohnort für junge Familien attraktiv zu machen oder zu halten? Z.B. vergünstigte neue Wohnbaugebiete für junge ortsansässige Familien (wie in Wixhausen vor etlicher Zeit geschehen)


Diese Dinge haben wir auf der Agenda. Neben dem neuen Wohnbaugebiet in Wixhausen haben vor wenigen Ta-gen im Eberstadt die vorbereitenden Arbeiten an einen Neuen Wohngebiet begonnen. Der Baubeginn für Bauher-ren wird der September 2007 sein und wir gehen davon aus, dass dort Wohnraum für mehre hundert Familien entstehen wird.


Aktive Bürgerbeteiligung/ Mitbestimmung / Politik


Wie sieht es mit der Mitbestimmung in Darmstadt bzw. mit der Berücksichtigung bestimmter Interessensgruppen aus und dem Thema Bürgernähe?

Bürgernähe und Bürgerbeteiligung sind für mich sehr wichtig. Eine meiner ersten Maßnahmen nach meinem Amtsantritt war die Schaffung der Stelle eines Bürgerbeauftragten, der direkt in meinen Büro angesiedelt ist, und sich täglich um Anfragen und Probleme der Darmstädter kümmert. Hier werden Bürgersprechstunden und Chats organisiert, Probleme unbürokratisch gelöst, aber auch wichtige Informationen für die Stadtpolitik gesammelt. Ähn-lich wichtig sind die Bürgerbüros, die es inzwischen in mehreren Darmstädter Quartieren gibt. Große Projekte der Stadt –etwa der Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs oder auch größere Baumaßnahmen – werden immer von Bürgersprechstunden, Stadtteilversammlungen oder der Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger in Gremien oder Informationsveranstaltungen begleitet. Das gilt auch für Projekte wie etwa die "Soziale Stadt", wo die Bewohner des entsprechenden Stadtteils einen Großteil der Maßnahmen gestalten und mitbestimmen.


Serviceangebote der Verwaltung


Informationstechnologie gewinnt immer größere Bedeutung sowohl im Freizeit- als auch Berufsleben. Davon ist auch eine Regierung betroffen. Gibt es Pläne für ein virtuelles Rathaus, das z.B. Services wie Anmeldung von Kfz, Ummeldungen anbieten wird. Sind eventuell auch Online-Wahlen o.ä. geplant?

Über die Planungen sind wir seit langem hinaus: In unseren virtuellen Rathaus unter www.darmstadt.de kann man sich über die Sitzungen der städtischen Gremien informieren, aber zum Beispiel auch den Führerschein online beantragen oder im städtischen Fundbüro nach verlorenen Dingen suchen. Alle städtischen Ämter mit ihren Dienstleistungen und Ansprechpartnern sind dort zu finden – dieser Service wird übrigens gut angenommen, und wir wollen unser virtuelles Rathaus Schritt für Schritt ausbauen. Online-Wahlen sind aber derzeit nicht in Planung.    

Erstelldatum des Artikels: 14.06.2007, letzte Aktualisierung am: 04.10.2009

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nicht lesenswertgeht grade somittelmäßigguter Artikelsehr guter und informativer Artikel

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