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Frank Dingeldey Frank Dingeldey


Polizei Darmstadt Tätigkeit: Polizeihauptkommissar Polizeipräsidium Südhessen;Einstellungsberater (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit), Darmstadt http://www.polizei.hessen.de

Über die Firma/Institution

Das Polizeipräsidium Südhessen ist zuständig für die Landkreise Darmstadt-Dieburg, Groß-Gerau, Bergstraße, den Odenwaldkreis und die Stadt Darmstadt. Rund 1.500 Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte und 29 Wachpolizistinnen/ Wachpolizisten kümmern sich um das Wohlbefinden von insgesamt 1.047.110 Menschen.

Das Polizeipräsidium Südhessen ist in 3 Abteilungen untergliedert:

Abteilung Verwaltung
Abteilung Zentrale Dienste
Abteilung EinsatzFür Presseauskünfte, Vorbeugung, Bewerberinformation etc. ist das Hauptsachgebiet  Presse- und Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Außerdem gibt es noch einen Personalrat, eine Frauenbeauftragte, eine Schwerbehindertenvertretung und eine Personalberatungsstelle. Zu der Abteilung Einsatz gehören neben den Polizeidirektionen mit ihren Revieren und Stationen auf denen die Beamtinnen und Beamte rund um die Uhr für Sie im Einsatz sind, auch die Kriminaldirektion und die Direktion Verkehrssicherheit/Sonderdienste.

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Polizist / Polizistin: Ausbildung und Berufsalltag (Polizei Darmstadt)
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Der Polizist/ die Polizistin, sie gelten als der Freund und Helfer in der Not. Aber was macht den Beruf des Polizisten/ der Polizistin eigentlich aus? Der Beruf ist abwechslungsreich und man hat im Außendienst wie im Büro zu tun. Zu den Aufgabenfeldern gehören der Streifendienst und die Verkehrsüberwachung, aber auch Tätigkeiten in der Verwaltung oder als Fachlehrer/in in der Polizeiausbildung.

Exemplarischer Tagesablauf von Frank Müller, der in Wiesbaden eine Ausbildung als Polizist absolviert hat.

Ich arbeite seit sechs Jahren bei der Polizeistation (PSt) in Pfungstadt. Ich habe 1994 mein Abitur gemacht und sofort mit der Ausbildung bei der hessischen Polizei in Wiesbaden begonnen. Das Studium an der hessischen Verwaltungsfachhochschule - Fachbereich Polizei - hat mir viel Spaß gemacht. 

Es ist sehr abwechslungsreich, weil es neben der theoretischen Ausbildung bei der Polizei Hessen auch drei Praktikumsphasen gibt.

Außerdem bekommt man schon während des Studiums Geld. Nach bestandener Abschlussprüfung war ich zunächst in Wiesbaden bei der Bereitschaftspolizei. Dort habe ich bei Demonstrationen und Fußballspielen als Polizist für Ordnung gesorgt und Polizeistationen bei Großfahndungen unterstützt. Es war aber immer schon mein Wunsch, bei einer Polizeistation zu arbeiten. Weil ich in Bickenbach wohne, habe ich mich bei der ersten Gelegenheit beim Polizeipräsidium Südhessen beworben und eine Stelle als Polizist in der Dienstgruppe B bei der Polizeistation Pfungstadt bekommen.

Heute habe ich Nachtdienst. Ich bin pünktlich um 18.30 Uhr auf der Wache, um die Kollegen abzulösen. Meine Uniform habe ich schon an. Ich muss nur noch meine Waffe aus dem Schließfach holen. Nur für den Notfall, eigentlich ist der Umgang mit Worten wichtiger, als der mit der Waffe.

Außerdem nehme ich mir ein Funkgerät aus dem Schrank und stecke es in die Ledertasche an meinem Gürtel. Der ist kaum noch zu sehen – neben Funkgerät und Dienstwaffe sind dort noch Handschellen, Taschenlampe und ein Taschenmesser angebracht.

Meine Kollegin Martina kommt zusammen mit Benno auf die Wache. Benno ist ein Schäferhund und Martina seit zwei Jahren Diensthundeführerin. Die beiden sind ein eingespieltes Team und versehen immer gemeinsam Dienst. Drei Monate hat ihre Spezialausbildung gedauert und seitdem hat Benno schon einige Bösewichte dingfest gemacht.

Heute können ich und meine Kollegin Martina nicht an der Dienstbesprechung mit den anderen Kollegen von der Nachtschicht teilnehmen. Unser Dienstgruppenleiter schickt uns sofort raus, da von der Einsatzzentrale in Darmstadt ein Verkehrsunfall mit Verletzten gemeldet wird. Wir springen in unseren Funkwagen und fahren mit Blaulicht und Martinshorn zum Unfallort. Zum Glück ist dort schon ein Krankenwagen, der sich um die Verletzten kümmert. Ich schreibe die Namen und Adressen der beteiligten Personen auf und mache mir einige Notizen zum Unfallhergang. Martina fotografiert die Unfallstelle und die beschädigten Fahrzeuge. Außerdem fordert sie über Funk zwei Abschleppwagen an. „Unfall aufgenommen. Liegt sonst noch was an?“ frage ich bei der Einsatzzentrale nach.

„Ja, fahren Sie mal nach Seeheim. Dort soll ein Auto in Schlangenlinien fahren. Der Fahrer ist in Richtung Malchen unterwegs. Kennzeichen ist nicht bekannt.“ „Verstanden!“ Martina und ich fahren nach Seeheim und von dort in Richtung Malchen. Trotz intensiver Suche können wir das Fahrzeug nicht finden. Die Kollegen in Darmstadt und Ober-Ramstadt werden über Funk informiert. Vielleicht ist das Fahrzeug inzwischen dort. Mittlerweile ist es kurz nach acht. Wir fahren zurück zur Dienststelle. Ich setze mich an den Computer, um die notwendigen Formulare zum Unfall auszufüllen. Martina gibt Benno eine Schüssel Wasser und packt ihr mitgebrachtes Brot aus. Zum Reinbeißen kommt sie allerdings nicht. Einem jungen Mann wurde das Auto aufgebrochen. Nun will er Anzeige erstatten.

Die Schreibarbeiten sind gerade erledigt, da bekommen Martina, Benno und ich schon einen neuen Auftrag. Eine Frau beschwert sich über Jugendliche, die auf einem Spielplatz lautstark feiern. Außerdem glaubt sie, dass dort mit Drogen gehandelt wird. Martina und ich überprüfen die jungen Leute und durchsuchen sie. Zur Unterstützung sind noch zwei weitere Kollegen hinzugekommen. Wir werden sogar fündig. Ein junger Mann hat eine ziemlich große Menge Haschisch einstecken. Ich lege ihm Handschellen an. „Wir bringen Sie jetzt nach Darmstadt in die Zellen im Polizeipräsidium. Dort werden sich die Drogenfahnder der Kripo um Sie kümmern.“ Die anderen Jugendlichen werden nach Hause geschickt. Martina und ich liefern den Festgenommenen im Gewahrsam in Darmstadt ab. Wieder in Pfungstadt auf der Station schreibt Martina noch einen Bericht über die Festnahme für das Rauschgiftkommissariat.

Auch die nächsten Stunden werden nicht langweilig:

23.15 Uhr Wohnungsbrand; keine Verletzten; Feuerwehr gelöscht

00.20 Uhr Frau wird auf dem Heimweg die Handtasche entrissen; Täter mit Motorrad geflüchtet; Fahndung erfolglos; Anzeigenaufnahme

02.50 Uhr ein Mann vermutet Einbrecher auf seinem Grundstück; auch Benno kann niemanden finden

04.10 Uhr ein Reh wurde von einem Auto angefahren; Jagdpächter verständigt; Unfallaufnahme

In den frühen Morgenstunden fahren Martina, Benno und ich noch in Alsbach Streife. Dort wurden in letzter Zeit viele Autos aufgebrochen. Heute Nacht ist aber alles ruhig. Wer wird auch schon ein Auto vor den Augen der Polizei aufbrechen?

Gegen halb sieben fahren wir zurück zur Dienststelle. Feierabend! Das Funkgerät gebe ich an einen Kollegen von der Tagesschicht weiter. Meine Pistole schließe ich weg. „Tschüß, Martina, tschüß, Benno, schlaft gut!“ Ich verabschiede mich noch von den übrigen Kollegen meiner Dienstgruppe und wünsche den anderen einen ruhigen Dienst.

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Erstelldatum des Artikels: 01.09.2005, letzte Aktualisierung am: 10.06.2013

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nicht lesenswertgeht grade somittelmäßigguter Artikelsehr guter und informativer Artikel

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