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Frank Dingeldey Frank Dingeldey


Polizei Darmstadt Tätigkeit: Polizeihauptkommissar Polizeipräsidium Südhessen;Einstellungsberater (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit), Darmstadt http://www.polizei.hessen.de

Über die Firma/Institution

Das Polizeipräsidium Südhessen ist zuständig für die Landkreise Darmstadt-Dieburg, Groß-Gerau, Bergstraße, den Odenwaldkreis und die Stadt Darmstadt. Rund 1.500 Polizeibeamtinnen und –beamte und 29 Wachpolizistinnen und -polizisten kümmern sich um das Wohlbefinden von insgesamt 1.047.110 Menschen.

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Kriminalpolizist / Kriminalpolizistin: Ausbildung und Berufsalltag
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Mindestens eine Verfolgungsjagd und circa zwei Morde pro Tag; diesen Eindruck von der Arbeit der Kriminalpolizei hat man gelegentlich, wenn man Polizeiserien im Fernsehen sieht! Der Arbeitsalltag eines Kriminalbeamten sieht aber anders aus. Ermittlungen zu verschiedenen Straftaten, die Vernehmung von Tatverdächtigen, aber auch der Kontakt zur Staatsanwaltschaft und ein großer Anteil Schreibtischarbeit gehören zu diesem Beruf dazu.

Exemplarischer Tagesablauf eines 44-jährigen Kriminaloberkomissars des K 10 ("Mordkomission"), dessen Zuständigkeit beim Polizeipräsidium Südhessen bei Gewaltdelikten, Bränden, Vermissten und Sexualstraftaten liegt.


Neben der Action, die oft im TV dargestellt wird, besteht meine Arbeit auch aus einem gehörigen Anteil an Schreibtischarbeit. Das stundenlange Wühlen und Recherchieren in Akten nimmt etwa einen Arbeitsanteil von 50% ein, während sich die anderen 50% am Tatort abspielen.

Ich komme morgens um 7.30 Uhr ins Büro. Dort findet dann zunächst die sogenannte Frühbesprechung statt – die Ereignisse der vergangenen Nacht werden besprochen und entsprechende Aufgaben verteilt. Ist nichts Wesentliches passiert, arbeite ich an den alten Fällen weiter.

Heute ist jedoch etwas passiert: Uns wird mitgeteilt, dass es in einem Wohnhaus gebrannt hat, Brandstiftung wird vermutet. Die Kollegen von der Schutzpolizei konnten sogar bereits einen Tatverdächtigen festnehmen. Die erste Aufgabe des Tages besteht darin, diesen Festgenommenen, der bereits im Keller in einer Zelle sitzt, zu vernehmen, das macht ein Kollege von mir.

Ich mache mich mit meinem Team auf den Weg zum Brandort, um die Brandursachenermittlung aufzunehmen. Dazu bedarf es verschiedener Tätigkeiten. Erst einmal untersuchen wir die Wohnung – oder das, was davon übrig geblieben ist – gründlich. Wichtige Dinge notieren wir uns und potentielle Beweismittel stellen wir sicher. Natürlich befragen wir auch die glücklicherweise unverletzten Hausbewohner zum Geschehen.

Anschließend machen wir uns auf den Rückweg zur Dienststelle. Plötzlich kommt die Information, dass ein vermisstes 15 Jahre altes Mädchen an einer Bushaltestelle gesehen wurde. Sofort fahren wir dorthin; leider erfolglos, denn von dem Mädchen fehlt jegliche Spur.

Jetzt geht es zurück zur Dienststelle, dort kristallisiert sich heraus, dass sich durch Vernehmung des Verdächtigen und diverse Feststellungen am Tatort der Verdacht gegen den Festgenommenen erhärtet hat. Deshalb steht für mich ein Telefonat mit dem Staatsanwalt an, um das weitere Vorgehen abzustimmen.

Zunächst wird der Festgenommene erkennungsdienstlich behandelt , dazu gehört die Aufnahme einer Personenbeschreibung, das Anfertigen von Fotos und die Abnahme des Fingerabdrucks.

Danach steht eine gehörige Portion Schreibtischarbeit auf dem Plan, und wenn da alles optimal läuft und keine besonderen Vorkommnisse mehr dazwischen kommen, dann kann es sogar sein, dass ich pünktlich um 16 Uhr aus dem Büro heraus komme.


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Erstelldatum des Artikels: 30.11.2001, letzte Aktualisierung am: 23.04.2013

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nicht lesenswertgeht grade somittelmäßigguter Artikelsehr guter und informativer Artikel

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