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Ursula-Marie Behr-Lorenz Ursula-Marie Behr-Lorenz


Caritasverband Frankfurt e.V. Ausbildung: Studium Sozialwesen an der TU Berlin und Universität GHK Kassel Tätigkeit: Leiterin des Referats Fundraising beim Caritasverand Frankfurt e.V. http://www.caritas-frankfurt.de

Über die Firma/Institution

Am 27. September 1901 wurde der Caritasverband Frankfurt e.V. gegründet. Katholische Christen, die in der sozialen Arbeit engagiert waren, schlossen sich damals zusammen, um ihre Tätigkeiten besser zu koordinieren und sinnvoller zu planen. Der Caritasverband in Frankfurt gestaltet mehr als einem Jahrhundert das Leben in dieser Stadt aktiv mit und gehört heute mit seinen rund 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und mit rund 80 Einrichtungen und Anlaufstellen in den Stadtteilen zu den großen Trägern sozialer Dienste in Frankfurt.


Die Organisation


Der Caritasverband versteht sich als "intermediäre Organisation" im geschichtlichen Kontext im Schnittfeld von Kirche, Staat, Gesellschaft und Markt. Aufgabe des Caritasverbandes ist es, Menschen in Not zu helfen. Diese Hilfe schließt neben der Qualitäts- und Lebenslagenorientierung eine gemeindenahe Organisation der Angebote mit ein. Insofern versteht der Caritasverband die Sozialarbeit als Beziehungsarbeit. Caritas-Sozialarbeit hat in diesem Sinne immer eine gesellschaftspolitische Komponente und wirkt an der Demokratisierung bestehender Verhältnisse mit.

Der Caritasverband Frankfurt e.V. unterhält heute acht stationäre Einrichtungen der Jugend-, Behinderten- und Altenhilfe sowie fünf Zentralstationen für ambulante Pflege. Außerdem ist er Träger einer Reihe von Beratungsdiensten in der Jugend-, Frauen- und Familienhilfe. Er unterhält Anlaufstellen für Suchtkranke, für Menschen in allgemeinen Lebenskrisen und für Migranten / Migrantinnen. 1999 wurde die Schuldnerberatung nach dem neuen Insolvenzrecht anerkannt.


Ziele


- Nöte in der Gesellschaft erkennen, nachhaltige Lösungen entwickeln und in der sozialpolitischen Diskussion auf strukturelle gesellschaftliche Veränderungen hinwirken.

- Stärkung der Selbstverantwortung von Betroffenen.

- Unterstützung von bürgerschaftlichem Engagement sowie Förderung sozialer und nachbarschaftlicher Milieus im Gemeinwesen.

Wichtig ist vor allem die Zusammenarbeit mit Ehrenamtlichen: mehrere hundert Frauen und Männer unterstützen die Einrichtungen des Verbandes freiwillig, hinzu kommen an die 100 ehrenamtliche Initiativen und Selbsthilfegruppen im Umfeld. Die Caritas will dieses Engagement gezielt fördern, unterstützen und fachlich begleiten.

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Fundraiser / Fundraiserin: Ausbildung und Berufsalltag
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Gemeinnützige Vereine sind auf Spenden angewiesen. Aber wie kommen sie an diese? Und wer kümmert sich eigentlich um deren Verwaltung? Eine Antwort ist schnell gefunden: Der/die Fundraiser/ Fundraiserin! Dieser Beruf ist aber weit mehr als nur das. Wer gerne mit Menschen umgeht und kommunikativ ist, hat eine gute Basis für diesen Job.

Der Arbeitsalltag von Ursula-Marie Behr-Lorenz, Leiterin des Stabs Fundraising beim Caritasverband Frankfurt e.V.


Am Anfang jedes Projektes im Fundraising steht die Erkenntnis, dass in bestimmten gesellschaftlichen Bereichen Hilfe suchende Menschen unterstützt werden sollten und es an entsprechenden Mitteln dazu fehlt. Dabei kann es sich um Geld und / oder materielle Güter handeln.

Ein aktuelles Projekt ist beispielsweise „Wegbegleiter & Interkulturelle Öffnung". Bei den Wegbegleitern handelt es sich um deutsch- und italienisch sprechende Ehrenamtliche, die als Vertrauenspersonen älteren Italiener / Italienerinnen (Migranten der 1. Generation) in Frankfurt zur Seite stehen.

Um ein vollständiges Konzept für ein Projekt zu entwickeln muss ich die Rahmenbedingungen genau analysieren. Darunter fallen nicht nur wirtschaftliche Aspekte, also fehlende Geldmittel, sondern vor allem auch ethische Aspekte (bspw. die gesellschaftliche Verantwortung Benachteiligten zu helfen) sowie der gesetzliche Rahmen, in dem Hilfsmaßnahmen überhaupt möglich sind.

Zusammen mit meinen Mitarbeitern / Mitarbeiterinnen überlege ich, wie Spendengelder speziell für dieses Projekt generiert werden können, d.h.

  • wer soll angesprochen werden
  • wann und
  • auf welche Weise.

Angesprochen werden können sowohl Privatpersonen und Unternehmen als auch Stiftungen und staatliche Einrichtungen, die ihre gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen möchten.

Darüber hinaus gibt es auch die Möglichkeit über die Medien Fördergelder einzuwerben, bspw. über so genannteSoziallotterien" wie etwa die Glücksspirale".

Die möglichen Vorgehensweisen bei der Spendenmittelwerbung sind ausgesprochen vielfältig. Daher muss ich von Fall zu Fall entscheiden, welche Direktmarketing-, Werbe- und PR-Maßnahmen ergriffen werden können und sollen.

Nachdem wir uns für die Vorgehensweise entschieden haben, folgt die Kontaktaufnahme mit den potentiellen Spendern über E-Mails, Telefonate, Mailing- oder PR-Aktionen (bspw. Pressemitteilungen, Einladung der Presse zu Veranstaltungen etc.). Für öffentliche Zuschüsse auf Kommunal- oder Länderebene müssen dagegen Förderanträge gestellt werden.

Das Stellen von Förderanträgen gehört zu meinen administrativen Tätigkeiten (zu denen bspw. auch die Koordination der Arbeit meiner Mitarbeiter zählt) und ist ein ausgesprocher bürokratischer und langwieriger Prozess, da Behörden Wochen bis Monate brauchen, um die Anträge zu prüfen bzw. zu bewilligen.

Als nächster Schritt folgt die Projektdurchführung, die ich vom Beginn bis zum Schluss begleite und für deren Erfolg ich maßgeblich verantwortlich bin. Im Allgemeinen sind die Projekte auf drei Jahre angelegt. Dies ist aber nur ein Richtwert für die Planung, denn die Dauer hängt grundsätzlich vom Bedarf ab, d.h. dass ein Hilfsprojekt nicht abgeschlossen wird, solange die Hilfe wirklich notwendig bleibt.

Am Ende eines Projektes steht dann noch die Erfolgskontrolle, d.h. ich begutachte und prüfe die Ergebnisse (z.B. finanzieller Aufwand und Ertrag) und erstatte der Öffentlichkeit über die Verwendung der Fördermittel Bericht.

Aber auch wenn ein Projekt erfolgreich abgeschlossen ist, gilt es für mich ständig am Ball zu bleiben und aktive Beziehungsarbeit zu den Förderern zu leisten, sei es durch E-Mail, Telefonate, den persönlichen Kontakt oder die Bereitstellung von Informationen im Internet. Das bedeutet, dass ich in irgendeiner Weise versuche, mit den Spendern in Verbindung zu bleiben, zum Beispiel indem ich sie über die Ergebnisse der geförderten Projekte auf dem Laufenden halte oder Veranstaltungen wie Unternehmensfeiern besuche.

Auch im fortgeschrittenen Alter macht mir diese Tätigkeit viel Freude, da ich die Vielfältigkeit der Herausforderungen liebe. Ganz besonders schätze ich die umfangreiche Anzahl und Qualität der Kontakte zwischen Spenderinnen, Förderern und Unterstützern.

Ich sehe mich immer als Vermittlerin zwischen den Geldgebenden und den Menschen, die diese Unterstützung benötigen.


Interview und Text: Anna Lefik (Red.)


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Erstelldatum des Artikels: 09.07.2009, letzte Aktualisierung am: 23.04.2013

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