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Kurt Mannhart


Frei- und Hallenbad Kleinfeldchen Ausbildung: Ausbildung zum Fachangestellten für Bäderbetriebe Tätigkeit: Kurt Mannhart ist Badleiter und koordiniert das Team der Schichtführer (Fachangestellte für Bäderbetriebe), der Auszubildenden und der Rettungsschwimmer sowie des weiteren Perso-nals (Kasse, Reinigung, etc.). Er bildet die Auszubildenden aus. Er sorgt für den reibungslosen Ablauf im Schwimmbadbetrieb. http://www.wiesbaden.de/sport/baeder/index.php

Über die Firma/Institution

Das Frei- und Hallenbad Kleinfeldchen gehört zu Mattiaqua, dem städtischen Eigenbetrieb für Quellen, Bäder, Freizeit in Wiesbaden, dem weitere neun Frei- und Hallenbäder der Stadt angehören. Im Bad Kleinfeldchen bildet der Badleiter derzeit 8 Auszubildende als Fachangestellte für Bäderbetriebe aus.

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Fachangestellter für Bäderbetriebe / Fachangestellte für Bäderbetriebe: Ausbildung und Berufsalltag
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Baden ist Freizeitspaß, klar! Einfach rein in das Vergnügen – aber was bedeutet es, wenn ich selbst am Beckenrand stehe und verantwortlich bin für das Geschehen? Welche Aufgaben verbergen sich hinter dem Beruf als Fachangestellter für Bäderbetriebe /Fachangestellte für Bäderbetriebe? Einige Voraussetzungen muss man für die Ausübung dieses verantwortungsvollen Berufes mitbringen, aber vieles lässt sich auch im Rahmen der Ausbildung erlernen. Der vielseitige Berufsalltag bringt eine Menge Abwechslung, täglichen Kontakt zu den Badbesuchern und bietet individuelle Entfaltungsmöglichkeiten.

Um 6.00 Uhr morgens beginnt der Tag von Sarah. Sie ist Fachangestellte für Bäderbetriebe im Frei- und Hallenbad Kleinfeldchen in Wiesbaden. Die Fachangestellte wird im konkreten Berufsalltag Schichtführerin genannt - denn im Schwimmbad wird im Zwei-Schichtbetrieb gearbeitet.

Nachdem Sarah sich schwimmbadtaugliche Kleidung (kurze Hose, T-Shirt, Badeschlappen) angezogen hat, beginnt sie als Schichtführerin ihren Kontrollgang durch das gesamte Schwimmbad.

Sicherheit steht an erster Stelle

Dabei prüft sie zunächst die Wasserqualität: Aus jedem Becken wird eine Wasserprobe entnommen und analysiert. Es müssen alle Richtwerte eingehalten werden, damit keine Bakterien oder Keime das Wasser verunreinigen und die richtige Konzentration von Chlor und anderen ggfs. notwendigen Chemikalien im Wasser enthalten ist.

Bei dem Kontroll-Rundgang achtet Sarah außerdem auf die Verkehrssicherheit des Bades und nimmt jeden Winkel in Augenschein. Zerbrochene Fliesen, scharfe Kanten oder andere Defekte bedeuten eine Gefahr für die Badbesucher und müssen umgehend beseitigt werden. Das tut ein Schichtführer entweder selbst, beauftragt einen Kollegen oder ruft - bei größeren oder speziellen Arbeiten - den Techniker oder einen Handwerksbetrieb hinzu.

Anhand einer Checkliste, auf der alle wasser- und sicherheitstechnischen Details aufgeführt sind, hakt Sarah während ihres Rundgangs alle Kontrollpunkte ab, unterschreibt die Liste und legt sie ins Büro, damit auch die Kollegen Einsicht in diese Liste nehmen können.

Schließlich kontrolliert sie die Kasse, überprüft, ob genügend Wechselgeld vorhanden ist und ob das für den Tag eingeteilte Personal da ist.

Aufsicht über die Becken

Um 7.00 Uhr kommen bereits die ersten Gäste in das Schwimmbad. Nun beginnt die Wasseraufsicht. Unterstützung bei der Aufsicht erhalten die Schichtführer von den Rettungsschwimmern, die je nach Saison eingestellt werden.

Foto: mattiaqua Das Außenbecken des Frei- und Hallenbads Kleinfeldchen (Wiesbaden)

Zu festgelegten Uhrzeiten (um 9.00 / 13.00 / 16.00 / 19.00 Uhr) prüft Sarah erneut die Wasserqualität und das Funktionieren der technischen Anlage. Filter werden gespült bzw. gewechselt, die technische Anlage muss sogar stündlich kontrolliert werden. Wenn eine Störung festgestellt wird, ruft sie den Techniker.

Zu den Aufgaben der Fachangestellten für Bäderbetriebe gehört es, die im Schwimmbad stattfindenden Schwimmkurse für Kinder, Jugendliche und Erwachsene zu betreuen. Heute nimmt Sarah zwei Schwimmprüfungen ab und freut sich über die strahlenden Gesichter der Kinder, die ihr „Seepferdchen" geschafft haben. Bei einem Wassergymnastik-Kurs zeigt sie älteren Menschen, wie sie sich nach Musik bewegen und fit halten können. Anschließend beobachtet Sarah den Ablauf eines Baby-Schwimmkurses, den nicht sie selbst leitet, sondern eine externe Fachkraft.

Die Badegäste kommen mit verschiedensten Fragen auf die Schichtführerin zu. Es ist hier sehr wichtig, kundenorientiert zu denken und sich stets freundlich auch mit ungewöhnlichen Anfragen auseinanderzusetzen. Meistens sind es jedoch einfache Informationen zur Beckentiefe, zu den Öffnungszeiten oder zum Kursprogramm, die sie weitergeben muss.

Erste Hilfe ist eine lebensrettende Aufgabe des Fachangestellten für Bäderbetriebe. Von der Rettung des in Not geratenen Menschen über die richtige Ausführung der Ersten Hilfe bis hin zur sofortigen Benachrichtigung eines Arztes oder Rettungswagens hängt es ab, ob ein Mensch die nötige Hilfe bekommt. Daher ist es wichtig, sich stets weiterzubilden und auf dem neuesten Stand zu sein.

Sarahs Schicht endet heute zwischen 12.00 und 13.00 Uhr, abhängig vom Dienstplan und der Personaldecke. Die Aufsicht bedeutet eine recht hohe Belastung der Schichtführer: Es besteht die Verantwortung für die Badegäste, gleichzeitig herrscht ein großer Lärmpegel, viele Anfragen der Badegäste sind zu bewältigen, und auch die hohe Temperatur und Feuchtigkeit im Schwimmbad stellen eine Belastung für den Körper dar.

Eine Vielfalt an Aufgaben

Zum Abschluss der Beckenaufsicht übergibt Sarah die Aufsicht an einen Kollegen, erstellt einen kurzen Tagesbericht und erledigt organisatorische Aufgaben (z.B. Schwimmhilfen, Material, Handwerksdienste o.ä. bestellen, Mängel beseitigen, Dienstpläne aufstellen und Personalfragen klären), damit der nächste Tag gut strukturiert beginnen kann. Routine ist ein wichtiger Bestandteil des Arbeitsalltags. Für manche ist das eine eher schwierig auszuhaltende Begleiterscheinung des Berufsalltags. Andere sehen darin eine entlastende Struktur, die dabei hilft,  die Vielfalt der Aufgaben zu bewältigen.

Spannend an dem Beruf der Fachangestellten für Bäderbetriebe findet Sarah die Vielseitigkeit der Aufgaben, denn das Erstaunliche ist: Ein Schichtführer muss jede Arbeit - vom Kartenverkauf an der Kasse über die Beckenaufsicht bis hin zu handwerklichen und technischen Arbeiten - verrichten können und in der Lage sein, jeden Angestellten für eine vorübergehende Zeit zu vertreten!

Das Schwimmbad ist ein Saisonbetrieb

Einiges an Vorbereitung bedarf der Wechsel zwischen Winter- und Sommerbetrieb. Im Sommer fallen im Prinzip zwar die gleichen Aufgaben wie im Winter an, aber es gibt weitaus mehr Personal zu betreuen, auch das Außengelände ist ein Vielfaches größer und muss entsprechend vorbereitet bzw. gepflegt werden.

Foto: mattiaqua Im Sommer ist besonders viel Betrieb im Frei- und Hallenbad Kleinfeldchen (Wiesbaden)

Stärkere Sonneneinstrahlung und Hitze sowie durch die erhöhte Besucherzahl größere Unfallgefahr, Diebstahldelikte und eine verstärkte Kontrolle des Ablaufs prägen den sommerlichen Badalltag. Dabei heißt es, sich mit weitaus mehr unerwarteten Situationen des Badebetriebs auseinanderzusetzen, was nicht immer leicht ist: zum Beispiel wenn Jugendliche sich nicht an die Regeln halten, kleine Kinder stärker beaufsichtigt werden müssen und auch das Verhalten im Schwimmbecken allgemein lebhafter ist. Verantwortungsbewusstsein und Kundenorientierung in Verbindung mit Durchsetzungskraft sind daher besonders wichtige Eigenschaften, die in die Ausbildung mitzubringen bzw. während der Ausbildung auszubauen sind.

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Erstelldatum des Artikels: 19.01.2012, letzte Aktualisierung am: 23.04.2013

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