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Willi P. Heuse Willi P. Heuse


Heuse Bestattungen GmbH Ausbildung: Diplom Kaufmann Tätigkeit: Bestatter und Trauerbegleiter http://www.heuse-bestattungen.de

Über die Firma/Institution

Sterben und Tod sind Ereignisse, denen die meisten von uns sich nur ungern stellen. Aber irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem man sich damit auseinandersetzen muss. Wir wollen Ihnen dabei helfen, sich für Ihre Gefühle bei Verlust, Trauer und Abschied zu öffnen und Ihnen zeigen, wie wir Sie im Trauerfall persönlich begleiten können.

Denn wir wissen aufgrund langjähriger Erfahrung in der Betreuung und Begleitung trauernder Menschen, wie tief der Schmerz über den erlittenen Verlust sitzen kann. Aber erst, wenn man seine Trauer annimmt und durchlebt, kann man wirklich Abschied nehmen und zurück zu neuer Lebenskraft finden.

Wir sehen unsere Arbeit als eine Hilfe für Trauernde, Angehörige und Freunde, die den Verlust eines geliebten Menschen zu beklagen haben. Darüber hinaus bieten wir aber auch allen unsere Unterstützung an, die Anregungen für den Umgang mit Trauernden brauchen oder sich Gedanken darüber machen, in welchem Rahmen sie von ihren Angehörigen einmal verabschiedet werden wollen.

Als traditionsreiches und fortschrittliches Bestattungshaus gehört es zu unserem wichtigsten Anliegen, Ihnen unsere ganze Kompetenz und Erfahrung im Trauerfall hilfreich zur Seite zu stellen. Dabei haben wir größten Respekt vor anderen kulturell und religiös bedingten Abschieds- und Trauerritualen.

Bei uns steht immer der Mensch im Mittelpunkt - von der würdevollen Behandlung des Verstorbenen bis zur einfühlsamen Begleitung und organisatorischen Entlastung der Angehörigen.

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Bestatter (Trauerberater) / Bestatterin (Trauerberaterin): Der neue Ausbildungsberuf
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Der Beruf des Bestatters oder Trauerberaters löst bei vielen Menschen ein Unwohlsein aus, da er eng mit dem Tod und der Vergänglichkeit des Menschen verbunden ist. Was viele nicht wissen, ist, dass nur ungefähr 10% der Arbeit des Bestatters auch wirklich mit dem Leichnam zu tun hat. Der weitaus größere Teil beschäftigt sich damit, den Verwandten und Hinterbliebenen bei ihrer Trauer zu helfen und sie in einer schwierigen Zeit, so gut es geht, zu unterstützen. Die Verwaltungsarbeit nimmt also mehr Zeit in Anspruch als die Arbeit mit dem Verstorbenen. Auch deshalb ist der Beruf des Bestatters ein Beruf für die Lebenden und nicht für die Toten.

Der Beruf des Bestatters ist außerdem sehr abwechslungsreich. Einen typischen Arbeitstag gibt es in dem Sinne nicht, da man sich jeden Tag auf neue Gegebenheiten einstellen muss.

Ein Arbeitstag für mich beginnt um 8.00 Uhr mit einer kurzen Besprechung mit meinen Kollegen, um die anstehenden termingebundenen Aufgaben zu verteilen.

Einer meiner Kollegen übernimmt die Überführung eines Verstorbenen zum Friedhof. Dort ist heute um 14.00 Uhr die Trauerfeier und der Sarg muss schon frühzeitig dort sein, damit die Angestellten der Gärtnerei den Blumenschmuck arrangieren können. Ich helfe ihm noch, den Sarg in den Leichenwagen zu schieben, vor der Trauerhalle bekommt er Hilfe von den Friedhofsmitarbeitern.

Anschließend fahre ich mit einem anderen Kollegen einen Verstorbenen zu Hause abholen. Die Situation ist etwas schwierig, da die Ehefrau sehr verzweifelt ist, dass wir ihren Mann nach fast 50 Ehejahren jetzt aus dem Haus tragen, und dass er nun nie wiederkommen wird.

Ich beruhige sie, indem ich ihr erkläre, dass sie ihn bei uns auch noch sehen und dabei in Ruhe von ihm Abschied nehmen kann.

Wir vereinbaren, dass die Ehefrau mit ihrer Tochter in einer Stunde zu einem ausführlichen Beratungsgespräch kommen. Um 16.00 Uhr wird dann die Aufbahrung stattfinden, bei der auch andere Angehörige noch einmal Abschied nehmen können.

Wir nehmen das bereitgelegte Familienstammbuch und den vom Hausarzt ausgefüllten Totenschein mit, damit mein Kollege auf dem Standesamt die Sterbefallanzeige machen und die notwendigen Urkunden bestellen kann.

Am nächsten Tag um 10.00 Uhr führe ich mit der Ehefrau und der Tochter das ausführliche Beratungsgespräch in unseren Räumen. Dabei wird der gewünschte Beerdigungstermin mit dem Friedhofsamt und dem Pfarrer abgestimmt.

Außerdem geht es um das Aussuchen des Sarges, die gewünschte eigene Kleidung, die der Verstorbene angezogen bekommt, den Blumenschmuck und die Lieblingsmusik bei der Beerdigungsfeier.

Ich erkläre auch, dass die 10-jährige Enkeltochter selbstverständlich bei der Abschiednahme dabei sein darf und erkläre ein paar Dinge, die für die Trauer bei Kindern besonders wichtig sind. Wir entwerfen noch gemeinsam eine individuelle Traueranzeige und die Trauerkarten. Zum Schluss erkläre ich noch einmal genau die entstehenden Kosten.

Um 11.30 kommt der Kollege vom Standesamt zurück und wir betten den Verstorbenen in den ausgesuchten Sarg, ziehen ihm die eigene Kleidung an und decken ihn mit der schon vorbeigebrachten eigenen Lieblingsdecke zu.

Gegen 12.30 Uhr mache ich mit den Kollegen Mittagspause. Anschließend begleitet ein Kollege die Trauerfeier um 14.00 Uhr, d.h. Kondolenzdienst, Fotos, Blumen entgegennehmen und die gewünschte Musik über CD abspielen. Anschließend fährt er den Verstorbenen ins Krematorium.

Ich sitze in der Zeit im Büro am PC, gebe den neuen Sterbefall ein, entwerfe und drucke die Traueranzeige und die Trauerkarten.

Anschließend schreibe ich noch eine Mitteilung an Krankenkasse, Rentenstelle und eine Rechnung. Bis zur Aufbahrung um 16.00 Uhr habe ich noch etwas Zeit, in der ich einen Sarg fertig stelle, d.h. ich befestige die Griffe und Beschläge und kleide ihn innen mit Polstermaterial und Stoff aus.

Um 16.00 Uhr kommen pünktlich die Angehörigen zur Abschiednahme. Ich führe sie in unseren Aufbahrungsraum, in dem ich vorher die Kerzen angezündet habe.

Ich begleite sie zum Verstorbenen und stehe weiterhin zur Verfügung, lasse sie dann aber mit dem Verstorbenen alleine. Mein Hilfsangebot wird nur für ein Glas Wasser und ein Taschentuch in Anspruch genommen. Kurz vor 17.00 Uhr vereinbare ich mit der Ehefrau einen weiteren Abschiedstermin für sie alleine.

Um 17.00 Uhr ist mein Arbeitstag zu Ende. Jede 4. Woche habe ich zusätzlich Bereitschaftsdienst.

Für diejenigen, die noch Fragen zum Beruf haben, stehe ich gerne zur Verfügung.

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Erstelldatum des Artikels: 18.06.2003, letzte Aktualisierung am: 10.06.2013

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nicht lesenswertgeht grade somittelmäßigguter Artikelsehr guter und informativer Artikel

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