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Heuse Bestattungen GmbH Ausbildung: Diplom Kaufmann Tätigkeit: Bestatter und Trauerbegleiter http://www.heuse-bestattungen.de

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Branchenreports > Gut zu wissen VI... wenn du dich bei einem Bestattungsunternehmen bewerben willst (mit Branchen-Quiz)
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Gut zu wissen VI... wenn du dich bei einem Bestattungsunternehmen bewerben willst (mit Branchen-Quiz)
Traumberuf: Bestatter?!

Die Arbeit in einem Bestattungsunternehmen oder in seinem Umfeld mag auf den ersten Blick erst einmal abschrecken, hat aber viel mehr zu bieten, als du dir in der Regel vorstellst! Berufe in dieser Branche versprechen abwechslungsreiches und interessantes Arbeiten. Du hast viel mit anderen Menschen zu tun (und zwar vor allem mit lebenden) und lernst immer Neues dazu. Auch tristen und langweiligen Büroalltag erlebst du hier kaum, da du viel unterwegs sein wirst! Dein Wissen kannst du in unserem nachfolgenden Branchen-Quiz testen.

Branchenquiz "Bestattungsunternehmen"


Viele stellen sich den Beruf des Bestatter sehr einfach vor: Wenn jemand stirbt, besucht er die Angehörigen, bespricht mit ihnen die Trauerfeier, verkauft ihnen einen Sarg und das war es.

Doch weit gefehlt! Das Bestattungsinstitut nimmt den Hinterbliebenen ziemlich viele der  Aufgaben, die anfallen, ab. So meldet es den Todesfall beim Standesamt, beim Amt für öffentliche Ordnung, beim Arbeitgeber, bei Versicherungsunternehmen, bei der Krankenkasse, dem Nachlassgericht, den Banken, bei Vereinen, dem Sozialamt, den Stadtwerken usw. usw.
Außerdem setzt es sich mit dem Pfarrbüro (bei einer kirchlichen Bestattung) oder dem Trauerredner (weltliche Bestattung) in Verbindung und bespricht sich wegen Bestattungstermin und –ort mit der Friedhofsverwaltung.


Seelsorgerische Unterstützung

Ein sehr wichtiger Bereich  ist  auch  die  seelsorgerische Unterstützung, die das Bestattungsunternehmen leistet. Oft ist der Bestatter der erste und auch einzige Ansprechpartner für die Angehörigen der Verstorbenen. Dies setzt eine Menge Verantwortungsbewusstsein,  Einfühlungsvermögen und Taktgefühl voraus.
Die Angehörigen sind nach dem Tod eines geliebten Menschen meist sehr traurig, verzweifelt und durcheinander. Eine gute Beratung und Betreuung seitens des Bestattungsinstituts sind da sehr wichtig.
Die Hauptaufgabe des Bestatters ist also nicht der Umgang mit dem Leichnam. 
Die Arbeit unterteilt sich in die Beratung und Betreuung der Angehörigen in Fragen der Gestaltung der Trauerfeier (wobei er auch viele Traditionen und Riten beachten muss),  in die Unterstützung in der Abschiednahme und im Trauerprozess sowie in die Behördengänge.


Umgang mit dem Verstorbenen


Natürlich muss er sich auch um die Vorbereitung des Verstorbenen für die Bestattung kümmern, ihn zuhause abholen, ihn hygienisch versorgen, ihn in den Sarg legen usw.; dies macht aber nur einen Bruchteil seiner Arbeit aus. Trotzdem solltest Du natürlich keine Angst vor Leichen haben.


Ausbildung zur Bestattungsfachkraft


Den  Ausbildungsberuf zur Bestattungsfachkraft gibt es erst seit einigen Jahren. Dort lernt man bspw. wie man eine Trauerfeier organisiert, wie man Texte für Trauerdrucksachen und -anzeigen verfasst, wie man einen Sarg mit der entsprechenden Ausstattung herrichtet und vieles mehr. Man braucht neben Organisationsgeschick, Sozialkompetenz und verwaltungsrelevantem Know how also auch noch ein wenig handwerkliches Geschick. Die Arbeit in einem Bestattungsunternehmen ist eben sehr facettenreich!


Abschied nehmen


Für die meisten ist der Tod eines Angehörigen eine sehr emotionale Angelegenheit, so dass es ihnen  sehr wichtig ist, den Abschied so würdevoll und schön als möglich zu gestalten. Was das Rahmenprogramm einer Trauerfeier anbelangt, ist man hier in Deutschland relativ frei, was heißt, dass von Gesang über Musik bis Tanz so ziemlich alles möglich ist, solange es nicht die Gefühle anderer verletzt. Selbstverständlich ist das auch immer eine Kostenfrage. Aber glücklicherweise hat der Trend „Geiz ist geil“ in dieser Branche noch nicht wirklich Einzug gehalten. Außerdem haben viele der Verstorbenen noch zu Lebzeiten vorgesorgt und Geld für ihre Bestattung beiseite gelegt oder eine Sterbegeldversicherung abgeschlossen.


Sich für einen Arbeitsplatz in der Bestattungsbranche zu entscheiden ist eine Wahl mit Zukunftsperspektive, denn – so makaber es klingen mag – gestorben wird immer. Trotzdem muss man stets im Auge behalten, ob man für dieses Berufsfeld wirklich geeignet ist, deshalb empfiehlt es sich, jeder Bewerbung ein Praktikum vorzuschalten.

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Erstelldatum des Artikels: 21.06.2006, letzte Aktualisierung am: 22.01.2009

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nicht lesenswertgeht grade somittelmäßigguter Artikelsehr guter und informativer Artikel

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