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Branchenreports > Gut zu wissen III …wenn du dich bei einem Betrieb, der mit Flugsicherung zu tun hat, bewirbst (mit Branchen-Quiz)
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Gut zu wissen III …wenn du dich bei einem Betrieb, der mit Flugsicherung zu tun hat, bewirbst (mit Branchen-Quiz)
Nutzt jedes Flugzeug die Flugsicherung ? Braucht man immer Flugsicherung?

Flugunglücke zu vermeiden ist der Job der Flugsicherung. Wenn dich Flugsicherung und Luftverkehr mit allen Facetten interessieren und du gerne in diesem Bereich arbeiten möchtest, dann sind folgende Facts rund um dieses Thema genau das richtige für dich. Denn über einen zukünftigen Arbeitsplatz und dessen Arbeitsfeld gut informiert zu sein, ist der erste Schritt für eine erfolgreiche Bewerbung. Dies kannst du in unserem nachfolgenden Branchen-Quiz testen.

Branchenquiz "Flugsicherung"


Flugunglücke - trotz modernster Technik


Am 01.07.2002  ereignete sich ein folgenschwerer Absturz zweier Flugzeuge bei Überlingen. Eine russische Tupelow-154 und ein Paketfrachter der DHL kollidierten über dem Bodensee. Dabei starben 71 Menschen. Problematisch hierbei war, dass Lotse und TCAS, das automatische Warnsystem eines jeden Flugzeugs, gegensätzliche Anweisungen an die Piloten gaben. Während sich der DHL Frachter auf das automatische Warnsystem verließ und sank, gehorchte das russische Flugzeug dem Lotsen und setzte auch zum Sinkflug an, obwohl sein TCAS das Kommando Steigen herausgab. Da der Lotse zu dem DHL Frachter keinen Funkkontakt herstellen konnte, sanken nun beide Flugzeuge und eine Kollision war die traurige Folge.An diesem Beispiel kann man sehen, welche Folgen ein Ausfall von Technik haben kann und wie sehr das gute Zusammenspiel von Lotse, Pilot und Technik für einen sicheren Flug nötig ist. Dabei sind Konzentration und Kommunikation das A und O.

Zum Glück sind solche Flugzeugabstürze, wie dieses am Bodensee, nur eine seltene Ausnahme. So wurde es im Jahr 2004 nur sechsmal brenzlig, indem Flugzeuge nur knapp einer Kollision entgehen konnten oder der nötige Sicherheitsabstand nicht gegeben war. Das ist eine wirklich geringe Zahl, wenn man bedenkt, dass pro Jahr knapp 3 Millionen Flugbewegungen (Zahl der Starts, Landungen und Überflüge) über Deutschland gezählt werden.

Damit solche Zusammenstöße möglichst verhindert werden, ist eine gute Ausbildung im Bereich der Flugsicherung und des Luftverkehrs nötig.


Die Flugsicherung – was das eigentlich ist


Unter der Flugsicherung versteht man im Allgemeinen die Lenkung und Sicherung des Luftverkehres. Man gibt also Anweisungen, auf welcher Luftstraße die einzelnen Flugzeuge jeweils zu fliegen haben und lenkt sie auf ihrem Flugweg. Dabei ist es natürlich ganz wichtig, dass die einzelnen Flugzeuge einen gewissen Sicherheitsabstand zueinander haben. So achtet die Flugsicherung beispielsweise darauf, dass die Flugzeuge nicht kollidieren, wenn sich ihre Flugstraßen überschneiden. Diese Lenkungsdienste werden vor allem  von Linienfluggesellschaften und in Friedenszeiten auch von Militärflugzeugen angenommen. Keine Phase eines Fluges bleibt unkontrolliert


Der Luftverkehr – was alles dazu gehört

So wie es den Straßenverkehr gibt, besteht in den Höhen des Himmels auch ein Luftverkehr. Zu den sogenannten Verkehrsteilnehmern gehören alle flugfähigen Objekte, wie Hubschrauber, Heißluftballons oder Flugzeuge. Da sie den größten Teil des Luftverkehres ausmachen, assoziiert man oft Luftverkehr nur mit den Flugzeugen. Innerhalb der letzten Jahrzehnte ist der Luftverkehr stark angestiegen
So trug unter anderen die neue Einführung von Stahltriebwerken an den Flugzeugen dazu bei, dass Flugzeuge schneller wurden. Mittlerweile können bei Langstreckenflügen  Höchstgeschwindigkeiten von über 1000 km/h erreicht werden. Ab einer Distanz von 400-800 km ist das Flugzeug schneller, als andere Verkehrsmittel und deshalb auch immer beliebter. Außerdem werden durch Billigfluggesellschaften die Preise für ein einzelnes Ticket immer billiger, was immer mehr Leute dazu bewegt, in den Urlaub zu fliegen, statt mit dem Auto oder der Bahn zu fahren.


Der Luftraum – was man darunter versteht

Der Luftraum liegt über dem gesamten Land- und Seegebiet eines Staates. Auch in der Luft bleiben also die imaginären Grenzen eines Landes erhalten. Länder können ihren eigenen Luftraum für Überflüge von Flugzeugen anderer Länder sperren. So hat beispielsweise Usbekistan den Vereinigten Staaten die Überflugrechte über das Land entzogen, da vorher in den USA Proteste gegen die Menschenrechtsverletzungen in Usbekistan stattfanden. Somit müssen amerikanische Flieger also um Usbekistan herumfliegen. 


Deutscher Luftraum – das Besondere daran

Der deutsche Luftraum gehört zu den verkehrsreichsten der Welt. Mehr als 8000 Flüge werden pro Tag über Deutschland gezählt. Das sind knapp 3 Millionen Flugbewegungen im Jahr. Das Netz der Luftstraßen ist somit um einiges dichter, als unser Autobahnnetz. Mit 1235 Flugbewegungen am 28.05.04 hatte der Flughafen Frankfurt die größte Tagesauslastung des Jahres.

Trotzdem gehört der deutsche Luftraum zu dem sichersten Europas. So wurden im Jahr 2004 nur sechs gefährliche Flugzeugannäherungen gezählt. Dagegen waren es im Jahr 1975 noch 210 gefährlichen Annäherungen, obwohl die Zahl der Flugbewegungen in dem Jahr nur bei 744 000 lag.


Der deutsche Luftraum – So ist er unterteilt

Unser deutscher Luftraum ist in acht Fluginformationsgebiete unterteilt. Diese wiederum sind vertikal und horizontal  in Sektoren aufgesplittet. Ein Sektor wird jeweils von zwei Fluglotsen kontrolliert 


Die Fluglotsen – ihre Aufgaben

Sie sind es, die dafür sorgen, dass die Flugzeuge immer genügend Abstand zueinander haben. Dabei achten sie darauf, dass der Flugverkehr ohne Hindernisse abläuft. Es gibt zum Einen den Centerlotsen und zum Anderen den Towerlotsen. Während der Towerlotse die rollenden, startenden oder landenden Flugzeuge per Blick- und Funkkontakt auf dem Rollfeld kontrolliert, sitzt der Centerlotse am Radarschirm und überwacht den Luftraum abseits der Flughäfen. Lotsen treten ständig per Funk mit Piloten in Verbindung. Die sehr gute Beherrschung der englischen Sprache ist eine Voraussetzung, um sich auch mit ausländischen Piloten abstimmen zu können. Sämtlicher Funkverkehr erfolgt in vorgegebenen englischsprachigen Redewendungen.Die korrekte Bezeichnung für den Fluglotsen lautet eigentlich Flugverkehrsleiter. Nicht zu verwechseln sind diese mit den Marshallern. Marshaller sind die Personen auf dem Rollfeld, welche die Flugzeuge mit ihren Kellen auf Parkpositionen einweisen. 


Der Flug – Unterscheidung nach Sicht und nach Instrumentenregeln


In bestimmten Zonen
und wenn die Wetterbedingungen günstig sind, können Piloten nach Sichtflug fliegen. Hierbei haben sie keine Instrumente, die das Flugzeug navigieren. Die Piloten müssen den Flugabstand zu anderen Flugobjekten selbst korrekt einschätzen. Dies ist nur in bestimmten festgelegten Gebieten möglich. Zum Beispiel dürfen Flugzeuge ohne diese Instrumente den Luftraum  in unmittelbarer Nähe zu einem Flughafen nicht nutzen.

Bei dem Flug nach Instrumentenregelungen (IFR) gibt der Fluglotse per Funk Anweisungen an den Piloten. Als IFR-Flüge bezeichnet man Flüge, die nicht nach Sicht, sondern nach Instrumenten navigieren.


Nautische Meile und Fuß - zwei gebräuchliche Längenmaße

Sowohl in der Schiffs-, als auch in der Flugsprache ist die nautische Meile ein gebräuchliches Längenmaß. In der Luftfahrt entspricht sie rund 1,8 km. Ein Fuß sind ca. 30 cm, was auch der Schuhgröße 45 entspricht.

Flugzeuge sollten horizontal zwischen 2,6 und 6 nautische Meilen Abstand haben und vertikal mindestens 1000 Fuß übereinander fliegen.  

Hast du Lust, im Quiz zu testen, ob du alles aufmerksam gelesen hast?

Text: Angela Sachse (Red.)

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Erstelldatum des Artikels: 23.02.2006, letzte Aktualisierung am: 28.05.2010

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