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Ausbildung > Was erwartet die Wirtschaft von den Schulabgängern?!
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Was erwartet die Wirtschaft von den Schulabgängern?!

Die ausbildenden Unternehmen stellen zu Recht Ansprüche an die SchulabgängerInnen. Was sollen also Jugendliche aus der Schule mitbringen? Unternehmen stellen Persönlichkeitswerte, Motivationsfaktoren und grundsätzliche Werteinstellungen in den Vordergrund. Aber auch Basiswissen in allen Lernbereichen wird vorausgesetzt.

- Fachliche Kompetenzen

In der Ausbildung werden von Dir bestimmte Basiskenntnisse verlangt. Diese beziehen sich zumeist auf folgende Bereiche:

1.Grundlegende Beherrschung der deutschen Sprache in Wort und Schrift Als Mindeststandard setzen die Betriebe die Fähigkeit voraus, einfache Sachverhalte mündlich und schriftlich klar formulieren und aufnehmen zu können. Du solltest einfache Texte fehlerfrei schreiben (Rechtschreibung, Grammatik) und die verschiedenen Sprachebenen (z.B. Jugendszene-, Alltags-, Fachsprache und gehobene Sprache) unterscheiden können.

2.Beherrschung einfacher Rechentechniken Hierzu gehören die vier Grundrechenarten, Rechnen mit Dezimalzahlen und Brüchen, Umgang mit Maßeinheiten, Dreisatz, Prozentrechnen, Flächen-, Volumen- und Masseberechnungen und fundamentale Grundlagen der Geometrie. Außerdem solltest du einfache Textaufgaben begreifen, die wichtigsten Formeln anwenden und mit Taschenrechnern umgehen können.

3.Grundlegende naturwissenschaftliche Fähigkeiten Grundkenntnisse in Physik, Chemie, Biologie und Informatik, Verständnis für die moderne Technik, sollten (entsprechend deiner Schule) verfügbar sein.

4.Hinführung zur Arbeitswelt - Grundkenntnisse wirtschaftlicher Zusammenhänge Du solltest in der Schule bereits einen ersten Einblick in die Wirtschafts- und Arbeitswelt erhalten haben - u.a. auch mit Hilfe von Praktika.

5.Grundkenntnisse in Englisch Grundkenntnise in der Weltverständigungssprache Englisch, die es dir ermöglichen, dich über einfache Gegebenheiten und Situationen - auch beruflicher Art - zu verständigen, sind oft erforderlich.

6.Grundkenntnisse im IT-Bereich Die Bedeutung der modernen Informations- und Telekommunikationstechniken für die Lebens- und Arbeitswelt nimmt beständig zu. Daher sollte bereits die Schule die Grundlagen für Anwendung und Einsatz neuer Technologien und deren Beherrschung vermitteln sowie zu einem reflektierten Umgang.

7.Kenntnisse und Verständnis über die Grundlagen unserer Kultur Basiskenntnisse über die kulturellen Grundlagen der eigenen Nation und Europas solltest du in der Schule kennengelernt haben. Dazu gehören Grundkenntnisse über deutsche und europäische Geschichte, über gesellschaftliche und politische Rahmenbedingungen, die ethischen Anforderungen und religiösen Formen und Inhalte unserer Kultur. Die Kenntnis und Akzeptanz dieser kulturellen Grundlagen sind Basis für deine persönlichen und sozialen Kompetenzen wie zum Beispiel Leistungsbereitschaft, Kommunikations- und Konfliktfähigkeit und solidarisches Verhalten gegenüber Mitmenschen und Minderheiten.

- Persönliche Kompetenzen

1.Zuverlässigkeit Sie wird von den Unternehmen als Grundbedingung für erfolgreiches Zusammenarbeiten und die Erreichung von Zielen gesehen. Sie wollen sich darauf verlassen können, dass du die dir übertragenen Aufgaben wahrnimmst, auch unter widrigen Umständen und ohne dauernde Überwachung und Kontrolle.

2.Lern- und Leistungsbereitschaft Eine Basisbedingung für erfolgreiche Ausbildung ist eine Einstellung, die sich am guten Ergebnis und am Erfolg orientiert. Arbeit und Ausbildung, der eigene Beruf, sollten von dir positiv, als integrierende Bestandteile deines eigenen Lebens gesehen werden und nicht als notwendiges Übel im Hinblick auf vorrangige Freizeitorientierung. Du solltest von der Schule Neugier und Lust auf Neues mitbringen und diese in der Ausbildung aktivieren.

3.Ausdauer - Durchhaltevermögen - Belastbarkeit Erforderlich ist die Fähigkeit, auch da durchzuhalten, wo du die Arbeit/Ausbildung als Belastung oder als widrig ansiehst. Eine gewisse Frustrationstoleranz solltest du aus Schule und Elternhaus mitbringen. WEr gelernt hat, nicht bei jedem Misserfolgserlebnis oder vorläufigem Ausbleiben des Erfolges aufzugeben, ist besser dran.

4.Sorgfalt - Gewissenhaftigkeit Die betrieblichen Aufgaben erfordern Genauigkeit und Ernstnehmen der Sache. Man kann nicht immer "fünf gerade sein lassen" und alles "locker angehen", wie es der derzeitigen Jugendkultur oft entspricht. In diesen Zusammenhang gehören Stichworte wie Selbstdisziplin, Ordnungssinn, Pünktlichkeit und ähnliche derzeit im der Rangskala sehr niedrig stehende Werte, die aber im Betrieb unabdingbar sind.

5.Konzentrationsfähigkeit Sie hat nach den Klagen aller Betroffenen in den letzten Jahrzehnten in Besorgnis erregendem Ausmass abgenommen. Die Fähigkeit, dich auf eine bestimmte Aufgabe zu konzentrieren und diese Konzentration länger als fünf bis zehn Minuten aufrechtzuerhalten, solltest du bereits in der Schule gelernt und trainiert haben. Anders ist Leistung nicht möglich.

6.Verantwortungsbereitschaft - Selbstständigkeit Sie wachsen zwar im Laufe der Berufsausbildung und der betrieblichen Arbeit, müssen aber im Ansatz bereits bei dir vorhanden sein. Es geht um die Fähigkeit, für etwas einzustehen, auch wenn es einmal misslingt. Arbeit, Unangenehmes, Lästiges, Verantwortung solltest du nicht auf andere abschieben.

7.Fähigkeit zu Kritik und Selbstkritik Kritikfähigkeit bedeutet nicht pausenlose Diskussionen über alles und jedes, sondern die Fähigkeit, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden, ein Ablehnen oder Befürworten aus der Natur der Sache heraus. Genauso wichtig ist allerdings die Fähigkeit zur Selbstkritik, Fehler einzusehen und zu Korrekturen bereit zu sein.

8.Kreativität und Flexibilität Diese Eigenschaften gewinnen zunehmend an Bedeutung. Nicht jede/-r kann zu einem kreativen Problemlöser werden. Doch solltest du zumindest die Fähigkeit entwickelt haben, im Ansatz auch eigene Ideen hinsichtlich der alltäglichen betrieblichen Aufgaben und der Organisation deines eigenen Arbeitsplatzes hervorzubringen und dich in neue Aufgabenbereiche einzuarbeiten.

- Soziale Kompetenzen -

1.Kooperationsbereitschaft - Teamfähigkeit Nicht Eigenbrötler, auch nicht einsame Tüftler sind in der Regel gefragt, sondern auf Kooperation, auf den Austausch von Informationen, Erfahrungen, Verbesserungsvorschlägen ausgerichtete Mitarbeiter/-innen. Zusammenarbeit im Betrieb ist zwingend. Vor allem die neuen betrieblichen Organisationsformen sind wesentlich auf Kooperation ausgelegt.

2.Höflichkeit - Freundlichkeit Aggressives, ruppiges oder flegelhaftes oder auch nur unhöfliches Verhalten ist innerbetrieblich leistungshemmend. Nach aussen stören derartige Umgangsformen die Beziehungen zu Lieferanten, zur Öffentlichkeit und vor allem zu den Kunden. Also: Höflichkeit und Freundlichkeit ist Voraussetzung!

3.Konfliktfähigkeit Notwendig auftretende Differenzen bei Meinungen und Haltungen solltest du friedlich und konstruktiv verarbeiten können, ohne offene und versteckte Aggressionen. Das setzt Sprach- und Argumentationsfähigkeit voraus und die Fähigkeit, aufkeimenden Ärger und Aggressionen zu kanalisieren.

4.Toleranz Du solltest in der Lage sein, auch dauerhaft abweichende Einstellungen, Verhalten und Meinungen bei anderen als gegeben hinzunehmen. Du solltest auch Grenzen der Toleranz setzen können. Du solltest also intolerant sein gegen Aggressivität, Verletzung humaner Grundwerte, Störungen des Betriebsfriedens und nicht zuletzt gegen Leistungsverweigerung.

Für Fragen zum Text stehe ich gerne am 24.07. zur Verfügung

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Erstelldatum des Artikels: 24.07.2002, letzte Aktualisierung am: 16.04.2010

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nicht lesenswertgeht grade somittelmäßigguter Artikelsehr guter und informativer Artikel

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