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Dr. Dagmar Brodersen Dr. Dagmar Brodersen


Dr. Dagmar Brodersen & Partner GmbH, Darmstadt Ausbildung: Nach Abitur und Ausbildung zur Industriekauffrau bei der Hoechst AG wirtschaftswissenchaftliches Studium an der Justus-Liebig-Universität mit Schwerpunkt Marketing und dem Abschluss Diplom-Oeconom in Giessen. Tätigkeit: Personalberatung http://www.drbrodersen.de/

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Ausbildung > Der Knigge-Guide für Anfänger: Du oder Sie?! - Duzen am Arbeitsplatz, ja oder nein!?
Haupttext Kommentare & Fragen
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Der Knigge-Guide für Anfänger: Du oder Sie?! - Duzen am Arbeitsplatz, ja oder nein!?

Diese Frage wird immer wieder gestellt. Offensichtlich ist der richtige Umgang mit diesem Thema nicht ganz einfach und wirft immer wieder Fragen auf. Als Hilfestellung möchte ich empfehlen, erst einmal zu sehen, wie es denn üblich ist in dem Unternehmen. Das "übliche" ist abhängig von unterschiedlichen Faktoren, wie u.a. Alterstruktur im Unternehmen oder aber Hierarchieebenen, ebenso gut hängt es auch mit der Branche zusammen, die Medien- oder Softwarebranche ist z.B. einfach anders "drauf" als die Bankenbranche.

Bei einem jungen Team, wo jeder jeden duzt, ist es ganz klar. Hier würde ein „Sie" zweifelsohne aus dem Rahmen fallen und lächerlich wirken.

In einer Abteilung mit Publikumsverkehr (Bank, Versicherung o.ä.) würde ein „du" zu persönlich und kumpelhaft wirken. Die Kunden würden eher abgeschreckt.

Wird auch von den Vorgesetzten in der Regel sehr ungern gesehen, sogar untersagt, selbst wenn man ein freundschaftliches Verhältnis in der Abteilung pflegt.



Wer bietet das „du" an?


  • Der Ältere dem Jüngeren in der Abteilung
  • Der/die Vorgesetzte den Untergebenen
  • Die Frau dem Mann

Wie verhalte ich mich, wenn das „du" angeboten wird?


Auf jeden Fall sollte man das „du" nur akzeptieren, wenn es einem leicht über die Lippen geht. Es hat keinen Sinn, wenn man vor lauter Unwohlsein über längere Zeit versucht, die Anrede zu umgehen oder ein ungutes Gefühl hat.

Wichtig ist bei der Ablehnung höflich, nett und sachlich zu bleiben und  gute Gründe anzuführen.

Niemals diskriminierend oder beleidigend reagieren.

Beispiel:

Ich fühle mich noch nicht so vertraut mit der Abteilung, vielleicht später. Oder: Darf ich nochmals darüber nachdenken?


Wie verhalte ich mich, wenn es im Laufe einer fröhlichen Feier zum „du" gekommen ist und man sich im Arbeitsalltag dabei gar nicht wohl  fühlt?


Eine Möglichkeit ist, das „du" einfach zu ignorieren und wie bisher „Sie" zu sagen. Möglicherweise beruht das ja auf Gegenseitigkeit.

In einigen Fällen hat sich das „Tages-Du" eingebürgert, z. B. auf dem Sportplatz ist es durchaus üblich sich ohne Nachfrage zu duzen. Am nächsten Tag in der Bankfiliale pflegt man wieder den geschäftlichen Umgang.

Erinnert das Gegenüber einen an das einmal gesagte „du", höflich und freundlich sagen: 

"Ach, im Büro fühle ich mich mit dem Sie doch wohler. Ich hoffe, das ist okay für Sie".


Ein Kompromiss ist das Hamburger Du:

man spricht sich mit dem Vornamen, aber mit Sie an. So kann man den Übergang erleichtern, wenn es denn sein soll.

Generell gilt, dass das Ablehnen eines Du-Angebotes schon ein Affront darstellen kann. Also bei „wichtigen" Mitmenschen dankbar annehmen und zur Not das Du zunächst sprachlich umschiffen, bis man sich daran gewöhnt hat. Nur bei der „anbiedernden" Variante freundliche Distanziertheit an den Tag legen...


Gründe für das Duzen:

  • Erleichtert die Kommunikation
  • Distanz wird verringert
  • Lockere Arbeitsatmosphäre
  • Kollegialer Umgang
  • Unkomplizierter Umgang untereinander
  • Unkompliziertes Lösen von Problemen
  • Gegenseitige Hilfe wird erleichtert
  • Teamarbeit steht im Vordergrund
  • Alle gehören einer Altersgruppe an

Gründe für das Siezen:

  • Sachliche Diskussion wird erleichtert
  • Distanz zu den Kollegen erleichtert Kritik
  • Arbeitsgebiete lassen sich besser abstecken
  • Umgang mit dem Chef ist sachlicher
  • Grenzen werden nicht so leicht überschritten
  • Verbale Übergriffe auf die eigene Person werden erschwert
  • Anmache wird schwieriger

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Erstelldatum des Artikels: 15.10.2009, letzte Aktualisierung am: 18.04.2010

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nicht lesenswertgeht grade somittelmäßigguter Artikelsehr guter und informativer Artikel

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