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Hans Mohrmann Hans Mohrmann


Rechtsanwaltskanzlei Loeffler und Kollegen, Darmstadt Ausbildung: 1. und 2. Juristisches Staatsexamen Tätigkeit: Rechtsanwalt in der Anwaltskanzlei Löffler und Kollegen Mitglied des Pfarrgemeinderates der Kath. Gemeinde St. Elisabeth Mitglied des ACK (Arbeitskreis Christlicher Kirchen) Darmstadt http://www.anwalt.de/Loeffler_Kollegen

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Chance Deutschland: Expertenchat am 12.10.05, 15.00-16.00h, mit Hans Mohrmann, Rechtsanwalt
Thema: Das neue Zuwanderungsgesetz

12.10.05, 15.00h, erster von vielen noch folgenden Expertenchats bei boyng.de. Thema: "Das neue Zuwanderungsgesetz" im Rahmen der Projektreihe "Neu in Deutschland", welche unter der Schirmherrschaft des Hess. Wirtschaftsministers Dr. Alois Rhiel steht. Gesprächspartner: Hans Mohrmann, Rechtsanwalt aus Darmstadt. Weitere Chats, ob nun zur Berufsorientierung oder auch anderen Themen folgen.

                                                                  Hier geht's zum Chat! 


"Der ganz große Wurf ist es nicht, das "Zuwanderungsgesetz". Dazu hätte es einer klaren politischen Entscheidung bedurft. Aber in einer politischen Situation, in der alle mitreden dürfen, konnte eigentlich nur ein Kompromiß herauskommen. Wie viele Kompromißlösungen ist das Gesetz voller Halbheiten, Widersprüche und Unklarheiten. Dennoch ist die große Linie noch erkennbar, und in Teilen ist das Gesetz wirklich ein gar nicht so kleiner Schritt nach vorn"

Hans Mohrmann, Fachanwalt für Verwaltungsrecht. Hans Mohrmann ist in der Kanzlei Rechtsanwälte, Löffler, Mohrmann, Netscher, Heidelberger Str. 24, 64285 Darmstadt tätig und arbeitet seit mehr als 27 Jahren im Bereich des Ausländer- und Asylrechts.


Anmerkung der Redaktion: Die Inhalte von Expertenchats werden - im Gegensatz zu anderen Chats - zur evtl. weiteren Verwendung/ Bearbeitung/ Dokumentation des Themas gespeichert/ online gestellt.


Zusammenfassung des Chats


Seit dem ersten Januar 2005 ist vieles neu für unsere ausländischen Migranten. Für sie gilt jetzt das neue Zuwanderungsgesetz. Einen Weg aus dem Urwald aus "Niederlassungserlaubnis", "Aufenthaltserlaubnis" und sonstigen Stolpersteinen im Paragraphendschungel wies uns der Darmstädter Rechtsanwalt Hans Mohrmann.

"Manches ist besser geworden, anderes schelchter und vieles gleichgeblieben", so die Bilanz von Rechtsanwalt Hans Mohrmann zum neuen Zuwanderungsgesetz. Der Darmstädter Anwalt war Gast beim ersten Expertenchat von boyng.de am 12. Oktober 2005. Der Aufenthalt und der Zuzug von Ausländern ist seit dem 1. Januar 2005 durch das "Zuwanderungsgesetz" geregelt.Das neue Gesetz unterscheide zwischen "Niederlassungserlaubnis" und "Aufenthaltserlaubnis". Während erstere unbefristet und fast schon eine "kleine Einbürgerung" sei, sei letzte befristet und zweckgebunden, etwas für ein Studium in Deutschland. Inhaber einer "Niederlassungserlaubnis" seien so beispielsweise bei der Arbeitsaufnahme Deutschen gleichgestellt, während Inhabern der Aufenthaltserlaubnis nur dann ein Arbeitsplatz angeboten werden darf, wenn kein geeigneter Deutscher bzw. privelegierter Ausländer zur Verfügung stehe. Auch sei die Niederlassungserlaubnis Voraussetzung für eine echte Einbürgerung.

Wer allerdings für länger als ein halbes Jahr Deutschland verlassen möchte, etwas für ein Auslandspraktikum, müsse sich vorher mit dem Ausländeramt ins Benehmen setzen, damit er seinen Aufenthaltsstatus nicht verliert.Die Aufenthaltserlaubnis sei immer zweckgebunden. Das könne die Aufnahme eines Studiums oder einer Arbeit sein oder sogar die eine selbständige Tätigkeit, wenn genügend Kapital da sei. Wer Staatsangehöriger eines Landes der "alten" EU (ohne die am 1. Mai 2004 aufgenommenen Mitglieder wie Polen, Tschchien usw.) oder der Schweiz sei bekomme die Aufenthalterlaubnis automatisch.

Allerdings könne man auch jeden Aufenthaltsstatus verlieren, wenn man sich etwas zu Schulden kommen lasse. Bei einer Haftstrafe von drei Jahren und mehr werde der Migrant immer ausgewiesen. Wer das Land unangemeldet verlasse oder sich schwerer Straftaten schuldig mache verliere sogar seine Niederlassungserlaubnis, die normalerweise schwer zu verlieren sei.

Auch wenn der Zweck einer Aufenthaltserlaubnis erfüllt sei, etwa bei Beendigung eines Studiums, müsse der Betreffende Deutschland verlassen.Ein guter Weg sich in Deutschland niederzulassen sei die Heirat mit einem Deutschen. Wer einen Deutschen oder eine Deutsche heirate, bekomme sofort die Aufenthaltserlaubnis und nach drei Jahren sogar die Niederlassungserlaubnis. Ein Erwerb der Staatsangehörigkeit durch Geburt sei in Deutschland nur eingeschränkt möglich, so der Rechtsanwalt. Man könne zwar bis zum 18. Lebensjahr die doppelte Staatsangehörigkeit, etwas die deutsche und die türkische beastitzen, müsse sich aber dann entscheiden, ob man Deutscher oder Türke sein möchte.

Hans Mohrmann kritisierte im Laufe des Chats das mangelnde Bemühen des deutsches Staates um Integration. Die inburgeringscusussen in den Niederlanden und entsprechende Einrichtungen in den USA könnten Vorbild sein. Er sieht einen immensen Bedarf, da sich selbst nach jahrelangem Aufenthalt sich mache Imigranten nur mit Hilfe eine Dolmetschers verständigen können.

Die Teilnehmer, die aus verschiedenen Nationen stammten, lobten die Zusammenarbeit mit der Ausländerbehörde.

Am Schluss bedankte sich Hans Mohrmann für die angeregte Diskussion.


Dieses Projekt wird gefördert von:

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Erstelldatum des Artikels: 30.09.2005, letzte Aktualisierung am: 02.12.2010

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nicht lesenswertgeht grade somittelmäßigguter Artikelsehr guter und informativer Artikel

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