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Christine Schubart Christine Schubart


SKA Darmstadt Ausbildung: Dipl. Pädagogin Tätigkeit: Mitarbeiterin im Internationalen MädchenwerkstattTreff des Sozialkritischen Arbeitskreises (SKA) http://www.ska-darmstadt.de

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Chance Deutschland: Berufsorientierung im Internationalen MädchenwerkstattTreff
Raus aus den typischen Frauenberufen - neue Talente und Chancen erkennen

Der Internationale MädchenwerkstattTreff wurde 1984 zuerst unter dem Namen Mädchentreff als interkulturelle Beratungs- und Bildungseinrichtung für Mädchen und junge Frauen aus unterschiedlichen Kulturkreisen eröffnet und ist seit 1995 in der Liebigstraße im Johannesviertel in Darmstadt ansässig. Hauptziel ist es, sozial benachteiligten Mädchen und jungen Frauen Lebens- und Berufsperspektiven zu eröffnen.

Ausbildung-Neu in Deutschland

Angebot des MädchenwerkstattTreffs


Aus der Arbeit des Mädchentreffs entwickelte sich die seit August 1997 existierende Mädchenwerkstatt. Durch spezifische Kurse im handwerklich-technischen Bereich (Holz, Metall, Computer) werden den Mädchen aus Familien mit Migrationshintergrund oder aus andertweitig sozial benachteiligten Gruppen berufliche Orientierungsmöglichkeiten eröffnet. 
Eigenständige Erfahrungs- und Lernprozesse werden in Auseinandersetzung mit praktischen Tätigkeiten gefördert und begleitet. Die Mädchen können frühzeitig - im Alter von 10 Jahren - Aufgabenbereiche eher frauen-untypischer Berufsfelder kennen lernen.


Ganzheitliches Konzept


Durch ein Curriculum mit den Schwerpunkten Beratung, Bildung, Berufsvorbereitung und Qualifizierung wird in Form eines Bausteinsystems das Angebotsspektrum des Mädchentreffs (Beratung und Bildung) mit dem der Mädchenwerkstatt (Berufsvorbereitung und Qualifizierung) sinnvoll verzahnt. Auf diese Weise ist es möglich, eine fundierte Entwicklungsbegleitung in der Phase des konkreten Berufswahlprozesses der Mädchen und jungen Frauen zu gewährleisten. Das ganzheitliche Konzept setzt an den Stärken und Ressourcen der Mädchen an und versucht gleichzeitig, die strukturelle Benachteiligung auf gesellschaftlicher Ebene abzubauen. Dabei sollen die Mädchen und jungen Frauen bei der Berufsorientierung und der Verwirklichung ihrer beruflichen Interessen auf dem Hintergrund ihrer eigenen Lebensgeschichte bedürfnisorientiert unterstützt werden.Die Angebote umfassen offene Nachmittage in den Bereichen Computer, Werkstatt, Beratung und Bewerbungsschreiben. Außerdem Schulkooperationen in den Bereichen Berufs- und Lebensplanung, Computer und Werkstatt. Des Weiteren werden einmalige Freizeitangebote (Feste, Lan-Party, Freizeiten, etc.) durchgeführt, es bestehen eine Junglesbengruppe (Sus@nna) und einzelne, spezifische Angebote zur Multiplikatorinnenbildung. Es wird eng mit Schulen, anderen Institutionen und anderen SKA Einrichtungen kooperiert.


Wer geht in den MädchenwerkstattTreff?


Die Angebote des MädchenwerkstattTreffs zielen darauf ab, sozial benachteiligte Mädchen und junge Frauen im Alter von 12 - 27 Jahren (bzw. ab 10 Jahren im Werkstattbereich) im Prozess der beruflichen Identitätsfindung und Lebensplanung zu begleiten und zu unterstützen. Durch Beratungsangebote können die Mädchen und jungen Frauen in Phasen beruflicher Orientierung Unterstützung bei der beruflichen Wegeplanung erfahren: z.B. bei der Suche nach Lehr- und Arbeitsstellen, einem Job, Praktikumsplatz oder berufsvorbereitenden Maßnahmen. Außerdem werden konkrete Hilfestellungen bei der Entwicklung eigenständiger sozialer Lebensperspektiven angeboten. Die Beratungsarbeit basiert auf einem ganzheitlichen Ansatz in dem sich die berufliche Entwicklung als ein Teil des gesamten weiblichen Lebenszusammenhangs versteht. Dazu gehört auch das regelmäßige Bewerbungstraining. Der MädchenwerkstattTreff verfolgt das Ziel der Erweiterung des Berufswahlspektrums von Mädchen, die Stärkung ihres Selbstwertgefühls sowie die Aneignung handwerklicher und technischer Kompetenzen mit Hilfe spezifisch weiblicher Vermittlungsformen.


Berufswünsche der im MädchenwerkstattTreff vertretenen Migrantinnen


Wir erleben in unserer Arbeit immer wieder, dass Mädchen und junge Frauen vor allem vor dem ersten Praktikum, viele Ideen für ihre berufliche Zukunft haben, viele Berufe ins Auge fassen. Auffallend ist hier gerade die Haltung von Migrantinnen, die häufig weder einen Beruf im hauswirtschaftlichen noch im pflegerischen Bereich möchten. Auch Kinderbetreuung steht nicht automatisch oben auf der Wunschliste. Leider ist es dann häufig so, dass sich bereits die Suche nach einem Praktikumsplatz im handwerklich-technischen Bereich alles andere als einfach erweist. Es stellt sich sehr viel einfacher dar als Migrantin, noch dazu mit vielleicht nicht perfekten Deutschkenntnissen, in einem Küchenbetrieb oder einer Kindertagesstätte ein Praktikum absolvieren zu können, als in einem Malerbetrieb oder einer Schreinerei.
Junge Migrantinnen sind sich über den Wert einer guten abgeschlossenen Ausbildung sehr wohl bewusst, aber sie sind von struktureller und gesellschaftlicher Benachteiligung auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt sehr viel stärker betroffen, als junge deutsche Frauen.

Dieses Projekt wird gefördert von:

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Erstelldatum des Artikels: 12.07.2006, letzte Aktualisierung am: 02.12.2010

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nicht lesenswertgeht grade somittelmäßigguter Artikelsehr guter und informativer Artikel

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