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boyng.de > Chance Deutschland > Tipps > Chance Deutschland: 09.02.06, 15.00 Uhr, Expertenchat ! Thema: Aufenthaltsfragen, Asylfragen, Einbürgerung, Hausaufgabenhilfe, Sprachkurse ....
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Chance Deutschland: 09.02.06, 15.00 Uhr, Expertenchat ! Thema: Aufenthaltsfragen, Asylfragen, Einbürgerung, Hausaufgabenhilfe, Sprachkurse ....
"Neu in Deutschland": Expertenchat mit Frau Maria-Antonia Estol, Leiterin des Migrantendienstes der Caritas, Darmstadt

Am Donnerstag, den 09.02.06 findet zwischen 15.00 und 16.00h der dritte Expertenchat bei boyng.de statt. Im Rahmen der Projektreihe "Neu in Deutschland", welche unter der Schirmherrschaft des Hess. Wirtschaftsministers Dr. Alois Rhiel steht, ist Frau Maria-Antonia Estol, Caritas, zum Thema "Integration von Migranten" zur Gast.

   Hier geht's zum Chat! 

Die Dipl. Sozialpädagogin Frau Maria-Antonia Estol ist die Leiterin des Migrationdienstes der Caritas Darmstadt. Beim Expertenchat steht sie mit all ihren Erfahrungen, die sie in 17-jähriger Tätigkeit für die Caritas gesammelt hat, zur Verfügung.  

Das Leistungsangebot des Migrantendienstes umfasst:

  • Sozialberatung auf italienisch, spanisch, portugiesisch und kroatisch zu den Themen:
  •  
    • Aufenthaltsfragen
    • Einbürgerung
    • interreligiöse Fragen
    • Arbeit
    • Bildung
    • Gesundheit
    • interkulturelle Themen
    • Glaubens- und Wertesysteme
    • ...
  • Sozialpädagogischer Dienst
  • Hausaufgabenhilfe
  • Sprachkurse z.B. "Mama lernt Deutsch"
  • Hilfe für Flüchtlinge, Migranten, Asylbewerber
  • Fachberatung für Asylfragen
  • Beratung ausländischer Strafgefangener

Anmerkung der Redaktion: Die Inhalte von Expertenchats werden - im Gegensatz zu anderen Chats - zur evtl. weiteren Verwendung/ Bearbeitung/ Dokumentation des Themas gespeichert/ online gestellt.



Zusammenfassung des Chats

Am 09. Februar 2006 war es endlich so weit: Der Experten-Chat im Rahmen der Serie „Neu in Deutschland“ mit der Migrations-Beauftragten der Caritas, Frau Maria-Antonia Estol, fand statt. Eine Stunde lang wurde die erfahrene Expertin von den Usern mit Fragen gelöchert, rund um die Themen Aufenthalt, Asyl, Einbürgerung, Hausaufgabenhilfe, Sprachkurse und vieles mehr. Alles, was mit der Integration von Migranten im Zusammenhang steht, war Thema dieses Chats. Von großer Relevanz war der Themenbereich der „Sprachkurse“. Hier wurden zahlreiche Fragen gestellt. Zum Beispiel erfuhren die User, dass es für Einwanderer seit 2005 die Möglichkeit gibt, „planvoll“ die deutsche Sprache zu erlernen. Es handelt sich hierbei um sogenannte Integrationskurse, in deren Rahmen die Möglichkeit geboten wird, die deutsche Sprache kennen zu lernen.
Im Zuwanderungsgesetz ist die Durchführung solcher Kurse festgelegt. Diese umfassen 600 Stunden Sprachkurs und 30 Stunden Orientierungskurs. Wer neu nach Deutschland kommt, muss diesen Kurs absolvieren.
Im Ergebnis dessen erhält man ein Zertifikat, welches sich B1 nennt und das zur Vorlage bei der Ausländerbehörde dient, wenn es etwa um die Verlängerung des Aufenthaltes geht. Weiterhin kann es Grundlage sein, um zum Beispiel einen Mittelstufen-Abschluss zu machen und es ermöglicht es einem, im gewerblichen Bereich erwerbstätig zu sein. Wer ALGII bezieht, dem wird dieser Kurs einschließlich der Lehrmittel behördlich finanziert, ansonsten belaufen sich die Kosten auf 1 Euro je Stunde.
Problematisch ist, das merkte auch die Expertin an, dass es die benannten Kurse nicht flächendeckend gibt, was vor allem in ländlichen Gebieten Schwierigkeiten mit sich bringt. Weiterhin sind Mütter, beziehungsweise Eltern, benachteiligt, da es für sie schwieriger ist, einen solchen Integrationskurs wahrzunehmen. Denn eine Kinderbetreuung kann nicht immer garantiert werden.Vom Bundesamt für Migration anerkannte Träger können solche Integrationskurse anbieten.
Es liegt in der Verantwortung der einzelnen Bundesländer, wie diese ihre Sprachtests für all jene gestalten, die eingebürgert werden wollen. Der Rahmen hierfür, die „Marschroute“, wird von der Innenministerkonferenz festgelegt. Für Ehepartner von deutschen Staatsangehörigen spielt der Spracherwerb nicht solch eine bedeutende Rolle. Wer mit einem Deutschen verheiratet ist, dem stellen sich diese Hürden nicht. In einem solchen Fall werden von der Ausländerbehörde keine Bedingungen gestellt, solange die Ehe besteht. Allerdings empfiehlt die Expertin auch für diese den Besuch eines Sprachkurses.
Ergänzend zu diesen Kursen wurde es durch die Hilfe des Bundesinnenministeriums möglich, die Migrationserstberatung für Neueingewanderte einzuführen und sie in ihrem Integrationsprozess zu begleiten. Ausländische Eltern können, was die Seiteneinsteigerkurse für Schüler betrifft, beim jeweils zuständigen Staatlichen Schulamt eine Beratung in Anspruch nehmen. An manchen Schulen besteht das Angebot von Förderunterricht/-programmen für Schüler mit Migrationshintergrund. Der Caritasverband bietet, ergänzend dazu, 3mal wöchentlich Hausaufgabenhilfe für ausländische Schüler an. Einzelbetreuung können hier außerdem diejenigen Schüler erhalten, die aufgrund von Sprachproblemen vor der Bedrohung stehen, an die Sonderschule wechseln zu müssen.Manche Schulen bieten zusätzlich auch den Kurs „Mama lernt Deutsch“ an, der sich, wie der Name schon sagt, an Mütter richtet. Einen weiteren inhaltlichen Schwerpunkt stellte der Aspekt um den Antrag auf Einbürgerung dar. Dieser wird bei der jeweiligen kommunalen Einbürgerungsbehörde gestellt. Es kamen Fragen nach der Flüchtlingshilfe, die vom Caritasverband angeboten wird. Dabei erfuhren die User, dass hier viele Ehrenamtliche arbeiten, die für diese Tätigkeit extra weitergebildet werden. Hier erfüllen die Mitarbeiter eine beratende Funktion. Ein großes Defizit stellen derzeit noch die so genannten Alphakurse dar, das heißt die Kurse zur Alphabetisierung. Der Analphabet hat kaum Zugang zum Integrationskurs, hier gibt es den Versuch, dies durch Kurse an der VHS auszugleichen. Derzeit ist ein Curriculum des Bundesamtes in der Erarbeitungsphase. Wer Analphabet ist, erhält Unterstützung.Was ein abgeschlossenes Studium im Ausland betrifft, so gibt es die Gleichstellungsbehörde, welche darüber entscheidet, ob der jeweilige Abschluss anerkannt wird. Dabei gibt es keine generelle Anerkennung, sondern abhängig von den jeweiligen Scheinen wird die Anerkennung vorgenommen. Zum Nachzug von Familienangehörigen müssen einige Anforderungen erfüllt sein. Das sind zum Einen der Besitz der Niederlassungserlaubnis. Weiterhin bedarf es genügend Einkommen, man muss frei sein von Sozialleistungen, sollte genügend  Wohnraum zur Verfügung haben und benötigt eine Arbeitserlaubnis. Dann steht dem Nachzug von Familienangehörigen nichts im Wege. 

Auf ein buntes Potpourri von Fragen verschiedenster Themen erhielten die User hilfreiche Informationen über alles, was die Thematik Integration von immigrierten Menschen betrifft. Die Zeit war wie immer viel zu kurz und nach 60 sehr informativen und interessanten Minuten ging der Experten-Chat mit Frau Estol, die manchmal kaum der großen Flut an Fragen gerecht werden konnte, zu Ende.

Dieses Projekt wird gefördert von:

Erstelldatum des Artikels: 09.11.2005, letzte Aktualisierung am: 02.12.2010

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