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Michael Starke Michael Starke


TU Darmstadt Ausbildung: Wirtschaftsinformatiker Tätigkeit: Projektleiter IT Ausbildungsverbund; Gruppe Ausbildung und Dokumentation

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Chance Deutschland: Integration = gelebter Alltag durch aktives Einlassen auf Land und Menschen
Interview mit der TU Darmstadt

An der Technischen Universität Darmstadt kann man nicht nur studieren, sondern auch unter zahlreichen Ausbildungsberufen wählen! Die Technische Universität Darmstadt ist in Südhessen mit ca. 200 Ausbildungsplätzen in über zwanzig verschiedenen Berufen einer der größten Ausbilder. Die Palette reicht von den neuen IT-Berufen über gewerblich-technische Ausbildungsplätze bis hin zur verwaltungs- und kaufmännischen Berufsausbildung.

Brutal - nein danke

Wir blicken auf eine lange Tradition in der beruflichen Ausbildung an unserer Universität zurück. Zehn Fachbereiche mit ihren Laboren, Instituts- oder Fachgebietswerkstätten sowie die meisten zentralen Einrichtungen und die Verwaltung sind an der Ausbildung beteiligt.

Michael Starke ist Projektleiter des IT Ausbildungsverbundes an der TU Darmstadt. Seine Erfahrungen mit jungen Auszubildenden mit Migrationshintergrund sind durchweg positiv. Von besonderem Vorteil sind die individuellen Fremdsprachenkenntnisse, die die Jugendlichen mitbringen. Die guten Leistungen innerhalb seiner Ausbildungsgruppe sind auf den Fleiß und großen Ehrgeiz zurückzuführen, den seine Schützlinge oft an den Tag legen. Sollte es Probleme in der Ausbildung geben, können alle Auszubildenden der TU Darmstadt auf die zahlreichen Förderprogramme zurückgreifen. Dort kann gezielt trainiert werden, sei es Mathe, Deutsch oder „Programmiersprachen".

Aber das riesengroße Plus stellen natürlich - gerade im Bereich der IT - die unterschiedlichen Sprachkenntnisse dar. Im Berufsleben können zwei- oder dreisprachig aufgewachsene junge Leute einfach an so vielen Stellen Punkten! Der Tipp von Michael Starke an alle Ausbildungsplatzsuchenden: Die Vorteile ausbauen, damit der zukünftige Arbeitgeber gar nicht anders kann, als einstellen!

Seit Jahrzehnten zählt die Technische Universität Darmstadt zu den größten Ausbildern in Südhessen. Zur Zeit hat sie ca. 170 Auszubildende in folgenden Ausbildungsberufen:

Wirtschaft- und Verwaltungsbereich


Inspektoranwärter/innen in der allgemeinen Universitätsverwaltung
Diplom-Betriebswirt(-in) (BA) Öffentliche Verwaltung
Verwaltungsfachangestellte/r
Bürokauffrau/mann
Fachangestellte für Medien- und Informationsdienste

IT-Bereich

Diplom-Ingenieur(-in) (BA) Fachrichtung Informationstechnik
IT-Fachinformatiker(-in) Fachrichtung Systemintegration
IT-Systemelektroniker(-in)

Gewerblich-technische Bereiche

Industriemechaniker(-in) - Geräte- und Feinwerktechnik
Elektroniker(-in) - Geräte und Systeme
Feinwerkmechaniker(-in) Fachrichtung Maschinenbau
Feinwerkmechaniker(-in) Fachrichtung Feinmechanik
Energieelektroniker(-in) - Betriebstechnik
Mechatroniker(-in)
Baustoffprüfer(-in)  Fachrichtung Boden
Baustoffprüfer(-in) - Asphalt
Bauzeichner(-in) keine Einstellungsmöglichkeit in 2005
Buchbinder(-in)
Drucker(-in) Fachrichtung Flachdruck
Gärtner(-in) - Zierpflanzenbau
Tischler(-in)
Werkstoffprüfer(-in)               
Elektroniker(-in) - Energie und Gebäudetechnik
Anlagenmechaniker(-in) - Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik
Kfz-Mechatroniker(-in) 


Zur allgemeinen Situation junger Menschen mit Migrationshintergrund -ob in der Ausbildung oder später in der Berufswelt- äußerte sich Prof. Karsten Weihe von der TU Darmstadt. 

Inwiefern ist die TU Darmstadt als Arbeitgeber für das Thema „junge Menschen mit Migrationshintergrund“ sensibilisiert? 
Die TU Darmstadt ist sehr international ausgerichtet, unsere Forschung und Lehre sind weltweit vernetzt. Studenten und Forscher aus praktisch aller Herren Länder arbeiten hier in allen Fachbereichen. Daher sind junge Leute mit Migrationshintergrund gelebter Alltag. 

Gibt es besondere Projekte, die die Integration ebensolcher Arbeitnehmer unterstützt?
Bei „jungen Leuten mit Migrationshintergrund“ sprechen wir an der TU Darmstadt in erster Linie von Wissenschaftlern. In den einzelnen Forschungsteams finden diese jungen Leute auf persönlicher, kollegialer Ebene alle Unterstützung.

Wo könnten Ihrer Ansicht nach die Stärken und Schwächen dieser Arbeitnehmer liegen?
Wir sehen keinen Anlass, bei aus- und inländischen Mitarbeitern unterschiedliche Stärken und Schwächen zu vermuten. 

Sehen Sie besondere Chancen, die die TU Darmstadt oder andere Universitäten nutzen könnten, um auf eine stärkere Integration von jungen Menschen mit Migrationshintergrund in die Berufswelt hinzuarbeiten?
Forschungsorientierte, international sichtbare Universitäten wie die TU Darmstadt bieten jungen Leuten aus anderen Ländern  – Studenten wie Forschern - eine erste Heimatbasis in Deutschland, von der aus sie sich in die deutsche Berufswelt orientieren können. 

Fallen Ihnen besondere Probleme bei Studierenden mit Migrationshintergrund auf? Natürlich ist die Sprache ein Problem. Aber man sollte auch die kulturellen Unterschiede nicht unterschätzen. Vor allem die Unterschiede in der Alltagskultur werden häufig unterschätzt. 

Welche Chancen könnten Studierende mit und ohne Migrationshintergrund in Kommunikation untereinander wahrnehmen? 
Interkulturelle Kompetenzen werden in der globalisierten Arbeitswelt des 21. Jahrhunderts eine der gefragtesten Fähigkeiten sein. 

Wie könnten Ihrer Meinung nach eventuelle Unterschiede im Bildungsniveau aufgehoben werden? 
Die Unterschiede im Bildungsniveau – durchaus auch im Begabungsprofil - sind sehr groß und lassen sich nicht einfach durch Brückenkurse u.ä. beseitigen. Die Lösung liegt in ausdifferenzierten Angeboten für Studiengänge. Studiengänge der TU Darmstadt richten sich an begabte Leute, die mehr als nur eine Berufsausbildung für's Geldverdinen anstreben. Andere Hochschulen richten sich an andere Zielgruppen. 

Welche Tipps könnten Sie an junge Menschen mit Migrationshintergrund aus Ihrer Erfahrung im Umgang mit Arbeitskollegen und Studierenden weitergeben? 
Wir beobachten, das junge Leute mit Migrationshintergrund recht gut klarkommen, wenn sie sich wirklich auf Deutschland einlassen, das heißt, wenn sie aktiv und intensiv den Kontakt zu Deutschen suchen und sich auch am universitären Leben beteiligen. Wer sich eher auf die eigenen Landsleute zurückzieht und wenig mitbekommt von der Sprache und der (Alltags-)kultur um ihn herum, wird mit großer Wahrscheinlichkeit scheitern. Sprachkurse reichen nicht, sondern sind nur der erste Start; Sprache und Kultur müssen gelebt werden.

Dieses Projekt wird gefördert von:

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Erstelldatum des Artikels: 29.05.2008, letzte Aktualisierung am: 10.12.2010

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nicht lesenswertgeht grade somittelmäßigguter Artikelsehr guter und informativer Artikel

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