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Matthias Haas Matthias Haas

Ausbildung: Ausbildung zum Feinmechaniker, Feinmechanikermeister, Industriemeister Elektrotechnik Tätigkeit: Ausbilder

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Chance Deutschland: Ausbildung im gewerblichen Bereich
Interview mit HSE: Arbeit, bei der man zupackt und gutes Geld verdient! Deutschland braucht nicht nur Akademiker!

Matthias Haas ist Ausbilder und Betreuer der Auszubildenden und Praktikanten bei der HEAG Südhessischen Energie AG (HSE) in Darmstadt. Im gewerblichen Bereich werden Deutsche sowie auch Migranten ausgebildet. Innerhalb des Auszubildenden- Team stellt man keine nennenswerten Unterschiede zwischen den Jugendlichen fest, egal aus welcher Heimat sie kommen.

Bei der HSE in Darmstadt werden derzeit insgesamt 160 junge Menschen ausgebildet, davon 130 im gewerblichen und 30 im kaufmännischen Bereich. Die gewerblichen Ausbildungsplätze beziehen sich auf die handwerklichen und produzierenden Arbeitsbereiche des Unternehmens und sind nach wie vor bei vielen, überwiegend männlichen Bewerbern, beliebt.

Momentan werden ca. 15 jugendliche Migranten bei der HSE ausgebildet, andere Auszubildende mit Migrantenhintergrund sind von der deutschen Sprache und Erziehung bereits so geprägt, dass man für die Statistik in jeder einzelnen Unterlage nach der Herkunft recherchieren müsste. Einfach ausgedrückt: Bei ihnen ist die Integration abgeschlossen.    


Ist das Interesse am Beruf echt, dann kann sich jeder bewerben

 

Manchmal stellen wir fest, dass ein/e Bewerber/in sich nur als "Notlösung" bei uns bewirbt und ihn gar nichts mit dem techniklastigen Beruf verbindet.

Bei den Bewerbungen wird nicht auf die Nationalität des Bewerbers geachtet, sondern vielmehr auf die berufsbezogenen Qualitäten, die er mitbringt:

  • die Schulzeugnisse spielen eine wichtige Rolle, besonders die Noten im Arbeits- und Sozialverhalten, 
  • Komplette und fehlerfreie Bewerbungsunterlagen (Tipp: vom Lehrer oder anderen Person nachschauen lassen!)
  • die Ergebnisse beim Eignungstest (wichtig: physikalische, mathematische und soziale Grundkenntnisse)
  • und natürlich der persönliche Eindruck beim Bewerbungsgespräch

Außerdem raten wir allen Bewerbern, sich im Vorfeld mit der Geschichte und Philosophie des Unternehmens vertraut zu machen, also beispielsweise vor der Bewerbung auf die Hompage des jeweiligen Betriebes zu schauen und sich mit Fragen wie: -  was ist das Kerngeschäft der Firma?, wie groß ist sie?, was erwartet mich? - vertraut zu machen.


Statements von Auszubildenden zur Integration


Andreas S., 20 Jahre alt, kommt aus Nowosibirsk in Russland und lebt seit 7 Jahren hier in Deutschland. Er lernte gleich bei seiner Ankunft Deutsch in einem Sprachkurs und hat sich seitdem sehr gut in Deutschland integriert. "In Russland ist eine strengere Disziplin an der Tagesordnung. Wenn beispielsweise der Lehrer das Klassenzimmer betritt, müssen noch alle Schüler aufstehen. Hier ist es viel humaner und lockerer.

Alexander Z., ist 18 Jahre alt und kommt aus Kotowo in Russland. Er ist bereits seit 16 Jahren hier, kann sich aber noch gut an die anfänglichen Sprachschwierigkeiten erinnern. Dieses Problem hatte er aber nach 1 - 2 Jahren im Griff. Die ersten Barrieren für eine erfolgreiche Integration ließ er mit zunehmender Sprachsicherheit hinter sich und schloss in der Zwischenzeit viele Freundschaften mit Jugendlichen verschiedener Nationlitäten.

Roman R., 17 Jahre alt, kommt aus Tschirtschik in Usbekistan und lebt seit 12 Jahren in Deutschland. Er hat bereits sehr viele Freundschaften geschlossen, in der Schule und in Vereinen. Roman schätzt an seiner neuen Heimat besonders die vielfältigen Freizeitangebote, die es in diesem Ausmaß in Usbeskistan nicht gibt.


Ausbildung als Anlagemechanker bei der HSE


Die Ausbildung als Anlagemechaníker setzt außer dem Interesse am Beruf selbst und dem technischem Verständnis sowie die oben aufgeführten Bewerbungskriterien, keine höhere Schulbildung voraus.

Bei den Migranten- und den deutschen Auszubildenden, werden keine Unterschiede während der Ausbildung, was die Arbeitsmoral und Verhalten betrifft, festgestellt. Hie und da gibt es Sprachschwierigkeiten, wenn es um Fachbegriffe geht, auf der anderen Seite haben die Migranten mit ihren gebürtigen Sprachkenntnissen auch schon oft als Übersetzter fungieren können.

Faszit ist aber, dass sich allesamt wie Jugendliche verhalten verhalten.

Meinungsverschiedenheiten gibt es zwar schon, diese haben jedoch nichts mit der Nationalität des anderen zu tun. Die Ausbilder suchen bei Disputen unter den Auszubildenden immer wieder das Gepräch und leiten den Streit in eine Diskussion um.

Aber das sind eher Ausnahmen. Im Grunde genommen sind sich die Ausbilder und Auszubildenden einig: Das Betriebsklima und die Arbeitsatmosphäre sind bei der HEAG Südhessischen Energie AG (HSE) sehr gut.

Interview und Text: Susanne Eißler und Sandra Berlieb (Red) 

Dieses Projekt wird gefördert von:

Ausbildung-Neu in Deutschland

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Erstelldatum des Artikels: 09.02.2006, letzte Aktualisierung am: 10.12.2010

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nicht lesenswertgeht grade somittelmäßigguter Artikelsehr guter und informativer Artikel

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