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Bernd Schulz Bernd Schulz


Jugendmigrationsdienst Caritasverband Nordhessen-Kassel e.V. Ausbildung: Diplom Sozialpädagoge Tätigkeit: Migrationsberatung http://www.jmd-caritas-kassel.de/pages/index.htm

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Chance Deutschland: Fremd im eigenen Land

In Deutschland geboren, mit den deutschen Sprache aufgewachsen, deutsche Freunde, deutsche Schule und trotzdem nicht „deutsch“? Viele ausländische Kinder und Jugendliche haben dieses Problem. Die Eltern stammen aus der Türkei, aus Italien, Frankreich, Polen, Russland usw., leben seit Jahrzehnten in Deutschland, schicken ihre Kinder in deutsche Kindergärten und Schulen ... Und dennoch sind viele Kinder und Jugendliche nicht so in ihre Umgebung integriert, wie man erwarten sollte. Von anderen Kindern werden sie gehänselt, als „Kümmeltürke“ oder „Spagettifresser“ beschimpft!

Die Eltern möchten ihren Kindern die Kultur des Heimatlandes beibringen, doch gleichzeitig wachsen die Kinder mit der deutschen Kultur auf.

Das bringt oft Probleme mit sich.

Zuhause wird die jeweilige Muttersprache gesprochen und in der Schule bzw. bei den Freunden deutsch. Es kommt zu sprachlichen Mängeln entweder in der Muttersprache oder in der Schule.

Das hat zur Folge, dass entweder die Eltern sich über die Kinder empören oder die Kinder in der Schule ausgegrenzt werden oder sich nur mit ebenfalls türkischen oder etc. Kindern befreunden.
Aber nicht nur die Sprache ist ein großes Problem, auch die Religion zum Beispiel.

„Warum trägst du ein Kopftuch?“ ist eine häufig gestellte Frage an z.B. muslimische Mädchen. Dieses sichtbare Zeichen der Andersartigkeit oder Fremdartigkeit kann ebenfalls zum Ausschluss aus der „normalen“ Umgebung führen.

Es sind jedoch nicht nur die alltäglichen Probleme in Deutschland, auch der eventuelle Sommerurlaub ins Heimatland ist nicht einfach. Dort sind viele Kinder eben gerade „deutsch“ und nicht italienisch oder polnisch.

Sie sind auch Ausländer in ihrem Ursprungsland!

Das Resultat bei den meisten Kindern und Jugendlichen ist der Identitätsverlust.

„Bin ich nun deutsch oder nicht, bin ich Franzose? Was bin ich und wer bin ich?“

Dieser Zwiespalt zwischen zwei Nation kann sich in Wut, Angst und auch Aggressionen entladen. Es kommt zu Konflikten mit Mitschülern, den Eltern, den Lehrern und leider auch mit der Polizei.

Wie könnten nun solche Schwierigkeiten vermieden werden?
Wie können die ehemalige Heimat und das jetzige Zuhause unter einen Hut gebracht werden?
Was meint ihr dazu?

Text Monika Aberle

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Erstelldatum des Artikels: 19.01.2012, letzte Aktualisierung am: 23.01.2012

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nicht lesenswertgeht grade somittelmäßigguter Artikelsehr guter und informativer Artikel

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